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Naturkautschuk richtig reinigen, pflegen und lagern

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Du hast vor eine Yogamatte oder etwas anderes aus Naturkautschuk zu kaufen oder hast bereits so etwas zu Hause, weißt aber nicht so recht, wie Du sie pflegst und lagerst, damit sie lange hält und nutzbar bleibt? Und Du hast Dich gefragt, was Naturkautschuk eigentlich genau ist und wie er hergestellt wird? Dann lies einfach weiter, um mehr darüber zu erfahren.

Naturkautschukplatten beim Trocknen
So sehen die Naturkautschukplatten beim Trocknen aus.

Was ist Naturkautschuk und woraus besteht er?

Naturkautschuk wird durch das Anritzen des tropischen Gummibaums Hevea Basiliensis, auch Kautschukbaum genannt, gewonnen. Eine andere Bezeichnung für Naturkautschuk ist auch Naturlatex. Er stammt aus Afrika, Südostasien und Südamerika.

Arbeiter:innen gewinnen aus der Rinde des Kautschukbaums den Milchsaft. Dieser besteht zu einem Drittel aus Kautschuk und der Rest ist Wasser. Der Rohkautschuk wird vom Wasser getrennt und zu Platten ausgewalzt und getrocknet.

Naturkautschuk besteht aus langen Polyisopren-Ketten, welche durch Zusatz von Schwefel unter Druck und Hitze vernetzt werden können. Diesen Vorgang nennt man Vulkanisierung. Dabei wird die Masse unter Druck auf rund 150° Celsius für etwa 10 Minuten erhitzt. So erhält das Material seine elastischen Eigenschaften.

Was macht Naturkautschuk so besonders?

Schon die Tatsache, dass der Milchsaft von Gummibäumen stammt, macht ihn zu etwas Besonderem. Denn Bäume sind nachwachsend und man kann über viele Jahre hinweg Latex aus ihnen gewinnen, ohne dass sie gefällt werden müssen. Darüber hinaus ist Naturgummi biologisch abbaubar. Das spricht bereits für eine gute Ökobilanz des Materials.

Yogamatten aus Naturkautschuk bestechen nicht nur durch ihre Umweltfreundlichkeit, sondern auch durch ihre extreme Rutschfestigkeit und Haltbarkeit, wenn man sie richtig pflegt.

Kann Naturkautschuk gesundheitsschädlich sein?

Latexprodukte, also Kautschuk oder Naturgummi, sind in der Regel ungiftig und frei von PVC. Allerdings können bei der Vulkanisierung teils gesundheitsgefährdende Chemikalien wie etwa Weichmacher zugesetzt werden.

Des Weiteren ist der Begriff Naturkautschuk gesetzlich nicht geschützt. Es ist erlaubt, dass auch Produkte mit hohem Anteil synthetischen Kautschuks noch die Bezeichnung Naturkautschuk oder Naturgummi tragen dürfen. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich informierst, woher der Hersteller seine Rohstoffe bekommt.

Die Ernte von Naturkautschuk
Zur Kautschukernte werden Gummibäume angeritzt und der Baumsaft aufgefangen. Naturkautschuk ist also ein nachwachsendes Naturprodukt.

Für welche Yoga-Stile eignen sich Matten aus Naturkautschuk?

Geeignet sind die Matten aus Naturgummi für alle Yogastile, besonders aber für schweißtreibende Stile wie Vinyasa-Yoga, Ahstanga, Poweryoga oder Hot-Yoga. Durch die extreme Rutschfestigkeit hast Du einen sicheren Halt und beugst zudem Verletzungen vor. Die sichere Stabilität entlastet somit Deinen Rücken und Deine Gelenke.

Yogamatten aus Naturkautschuk riechen anfangs stark nach Gummi, was aber innerhalb von zwei Wochen deutlich nachlässt. Am schnellsten verfliegt der Geruch durch gutes Auslüften der Yogamatten oder durch die Reinigung mit einem passenden Mittel.

Die Oberflächenstrukturen können unterschiedlich beschaffen sein. So gibt es Yogamatten mit geschlossener Zellstruktur, was das Eindringen von Schweiß und Bakterien verhindern kann. Und es gibt Matten, die offenporig sind und dadurch einen besonders guten Grip bieten.

Wie pflegst und reinigst Du Deine Matte aus Naturkautschuk?

Aufgrund des naturbelassenen Materials sind die Matten besonders pflegeintensiv. Denn es können vor allem bei den offenporigen Oberflächen der Matten Schweiß, Schmutz und Bakterien eindringen. Mit der richtigen Pflege kannst Du lange Freude an Deiner Matte haben.

Es gibt beispielsweise spezielle, pflanzliche Reinigungsmittel, die auf Naturkautschukmatten abgestimmt sind, mit denen Du Deine Matte einfach abwischen kannst.

Alternativ kannst Du zur Reinigung von Naturkautschukmatten auch selbst eine Essig-Wasser-Lösung herstellen: Einfach ein paar Tropfen Essig auf eine große Schüssel lauwarmes Wasser geben, die Matte damit abwischen, anschließend feucht nachwischen und die Matte gut durchtrocknen lassen.

Es ist am besten deine Yogamatte zum Trocknen mindestens 24 Stunden über einen Wäscheständer oder eine Stuhllehne zu hängen, um sicher zu gehen, dass sie auch wirklich durchgetrocknet ist. Essig wirkt antibakteriell und schützt Deine Matte vor unerwünschten Materialveränderungen. Deswegen enthalten auch die Herstellersprays für Naturkautschukmatten meistens etwas Essig.

Bei falscher und zu langer Lagerung kann es zu Farbabweichungen sowie Beschädigungen durch Sonnenlicht oder Hitze kommen. Rolle deine Yogamatte nur gereinigt und trocken zusammen.

Zur längeren Lagerung solltest Du sie in eine Yogamattentasche packen und einen lichtgeschützten Platz auswählen, damit Deine Matte nicht porös wird oder sich verfärbt. Wenn du deine Yogamatte für längere Zeit nicht verwendest, empfiehlt es sich sie hin und wieder auszurollen und feucht abzuwischen.

Naturkautschuk pflegt man mit geeigneten Reinigungsmitteln
Produkte aus Naturkautschuk reinigst du am besten mit einer geeigneten Pflege. Alternativ geht auch eine Lösung aus Essig und Wasser.

Was du deiner Matte aus Naturkautschuk nicht antun solltest

Verwende für die Reinigung von Naturkautschukmatten keine Seife, Wasch- oder sonstige Reinigungsmittel, da diese die Rutschfestigkeit beeinträchtigen können.

Auch keine ätherische Öle sollten zur Reinigung verwendet werden. Wenn überhaupt Öl verwendet wird, dann wird es nur tröpfchenweise zusammen mit viel handwarmem Wasser eingesetzt.

Direkte Sonneneinstrahlung und zu viel Licht können das Material porös werden lassen und es kann zu Verfärbungen kommen. Diese Licht- oder Oxidationsschäden können auch entstehen, wenn Du die Matte zu wenig oder über Wochen nicht bewegst oder in Gebrauch hast.

Die Yogamatte darfst Du nicht in die Waschmaschine stecken, da sonst das Material angegriffen wird und sich die Matte wie ein Schwamm vollsaugt.

Generell gilt für Yogamatten aus Naturkautschuk: Niemals mit Alkohol oder sonstigen Desinfektionslösungen behandeln.

Yoga am Strand ist sehr schön, Naturkautschukmatten sind aber anfällig für Sand und Sonne
Die Verwendung der Matte am Strand ist aufgrund der Sonnenstrahlen nicht optimal.

Abschließend kann noch erwähnt werden, dass Gebrauchsspuren nicht vermeidbar sind. Je öfter Du Deine Matte nutzt, desto schneller können sich Abnutzungsspuren auf der Oberfläche abzeichnen. Die Oberfläche kann beispielsweise durch schleifende Bewegungen der Fersen stärker abgenutzt werden.

Also allgemein gesagt, kann sich die Oberfläche durch äußerliche, mechanische Einwirkungen abnutzen. Das ist aber ganz normal und gehört einfach dazu.

Wie Du siehst, ist es nicht allzu schwer, eine Yogamatte aus Naturkautschuk richtig zu pflegen und zu lagern. Wenn Du also ein paar Dinge beachtest, wird sie zum langlebigen Begleiter Deiner Yogasessions.

Wenn Dir das richtige Pflegemittel fehlt oder Du Dir noch eine Matte aus Naturkautschuk kaufen möchtest, dann schau doch bei uns im Shop, ob Du etwas Passendes für Dich findest

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Bergfreund Gastautorin

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