{"id":99343,"date":"2023-09-08T09:00:00","date_gmt":"2023-09-08T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/?p=99343"},"modified":"2025-12-15T14:55:09","modified_gmt":"2025-12-15T13:55:09","slug":"sauerstoffmangel-in-den-bergen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/sauerstoffmangel-in-den-bergen\/","title":{"rendered":"Sauerstoffmangel in den Bergen: \u201eOhne Anpassung k\u00f6nnen wir nicht \u00fcberleben.\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-medium is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Peter-Paal_zugeschnitten-225x300.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Peter-Paal_zugeschnitten-225x300.jpg\" alt=\"PD Dr. Peter Paal ist Experte f\u00fcr H\u00f6henmedizin.\nFoto: Peter Paal\" class=\"wp-image-99358\" style=\"width:251px;height:335px\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Peter-Paal_zugeschnitten-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Peter-Paal_zugeschnitten.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">PD Dr. Peter Paal ist Experte f\u00fcr H\u00f6henmedizin.<br>Foto: Peter Paal<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wenn wir in den Bergen sind, nimmt der Luftdruck ab, je h\u00f6her wir aufsteigen. Unser K\u00f6rper leistet etwas Wunderbares und passt sich diesen neuen Faktoren an. Schnell merken wir, dass unser Herz schneller pumpt und wir die d\u00fcnne Luft intensiver einatmen. F\u00fcr euch habe ich mit PD. Dr. Peter Paal \u00fcber Sauerstoffmangel in der H\u00f6he gesprochen und wie wir der Bergkrankheit entgegenwirken k\u00f6nnen, die manchmal massiver eintritt als erwartet. Doch, wenn wir uns erfolgreich akklimatisieren, hat sich unser K\u00f6rper innerhalb von 5 bis 7 Tagen an die H\u00f6he angepasst und sichert durch die erh\u00f6hte Bildung von roten Blutk\u00f6rperchen unsere Sauerstoffversorgung. PD Dr. Peter Paal ist Pr\u00e4sident des \u00d6sterreichischen Kuratoriums f\u00fcr Alpine Sicherheit, Vizepr\u00e4sident der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Alpin- und H\u00f6henmedizin sowie Chefarzt in der An\u00e4sthesie und Intensivmedizin an einem Klinikum in Salzburg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-passiert-bei-sauerstoffmangel-im-korper\"><strong><em>Was passiert bei Sauerstoffmangel im K\u00f6rper?<\/em><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Grunds\u00e4tzlich w\u00fcrden die Zellen bei Sauerstoffmangel zu Schaden kommen. Wir haben einen Funktions- und einen Strukturstoffwechsel. Durch die Anpassungsprozesse schaffen wir es in gr\u00f6\u00dferen H\u00f6hen den Sauerstoffmangel auszugleichen, sodass es auf Zellebene keine Rolle mehr spielt und unser Stoffwechsel intakt erhalten bleibt. Wenn es zu Fehlfunktionen kommt, sprechen wir von der H\u00f6henkrankheit und schwerwiegenderen Begleiterkrankungen wie Hirn- oder Lungen\u00f6dem. F\u00fcr den menschlichen K\u00f6rper ist es ab ca. 5.500 H\u00f6henmetern nicht mehr m\u00f6glich sich langfristig anzupassen, ohne dass der K\u00f6rper physiologisch Schaden nimmt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Wie k\u00f6nnen wir verhindern h\u00f6henkrank zu werden?<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Durch zu schnelles Aufsteigen werden viele Wanderinnen und Wanderer krank. Es trifft vor allem junge und fitte Menschen. Sie steigen zu schnell auf, da sie einfach mehr Kraft haben und im Vergleich zu \u00c4lteren weniger Erfahrung. Auch, wenn \u00e4ltere oder Menschen mit Atemwegserkrankungen generell mehr Zeit zur Anpassung ben\u00f6tigen, haben sie doch die Erfahrung oder Vorsicht, die sie zu einem langsameren Tempo f\u00fchrt. Neben dem Aufsteigen kann die H\u00f6henkrankheit auch geballt durch das Fliegen oder das Nutzen von Seilbahnen auf exponierte H\u00f6hen eintreten. Allgemeine Symptome sind erst einmal schlechter Schlaf, Kopfschmerz, wenig Appetit am n\u00e4chsten Morgen und leichte Atemnot. In h\u00f6heren Lagen k\u00f6nnen die Kopfschmerzen schnell massiv werden und Wassereinlagerungen im K\u00f6rper entstehen. Wenn dann noch Gangunsicherheit, Sehst\u00f6rung, Atemnot und \u00dcbelkeit hinzukommen, k\u00f6nnen das Anzeichen f\u00fcr potenziell t\u00f6dliche Hirn- oder Lungen\u00f6deme sein. Da sollte schnell abgestiegen oder Hilfe geholt werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Seilbahn_charmonix_zugeschnitten.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Seilbahn_charmonix_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Seilbahnen mit vielen H\u00f6henmetern erh\u00f6hen das Risiko h\u00f6henkrank zu werden.\" class=\"wp-image-99376\" style=\"width:350px;height:263px\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Seilbahn_charmonix_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Seilbahn_charmonix_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Seilbahn_charmonix_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Seilbahnen mit vielen H\u00f6henmetern erh\u00f6hen das Risiko h\u00f6henkrank zu werden.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Ab welcher H\u00f6he k\u00f6nnen Anzeichen der H\u00f6henkrankheit auftreten?<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Das ist sehr individuell. Milde F\u00e4lle sind schon bei Personen zu beobachten, die aus dem Flachland wie Hamburg oder K\u00f6ln f\u00fcr eine Tagestour auf 2.000 H\u00f6henmeter aufsteigen und \u00fcber Nacht auf einer H\u00fctte bleiben. Milde Formen der H\u00f6henkrankheit sind leichter, wenig erholsamer Schlaf, geringer Appetit und k\u00f6rperliche Abgeschlagenheit. Die Symptome gehen in der Regel wieder weg, sobald man absteigt, sodass es f\u00fcr uns Mediziner nicht alarmierend ist. Generell geht es irgendwo zwischen 2.500 und 3.500 H\u00f6henmeter los, dass es auch gef\u00e4hrlich werden kann. Solche F\u00e4lle sehen wir am h\u00e4ufigsten in den Westalpen.<br>Eine erfolgreiche Anpassung bedeutet, dass man circa 300 bis 400 H\u00f6henmeter am Tag aufsteigt und dies angepasst an den eigenen Gesundheitszustand. Es ist ratsam vorher einen Check-up beim Sportmediziner durchzuf\u00fchren. Denn auch genetische Faktoren bedingen Symptome, die wir ohne Untersuchung nicht wissen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Kopfschmerzen treten bei vielen Wanderinnen und Wandern vor allem im Sommer durch andere Faktoren auf, l\u00e4sst sich die Art der Kopfschmerzen unterscheiden?<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Einen Unterschied kann man mit Sicherheit nicht ausmachen, doch werden die Kopfschmerzen als dr\u00fcckend frontal und seitlich an den Schl\u00e4fen beschrieben. Ein weiteres Warnzeichen ist es, wenn die Kopfschmerzen \u00fcber Nacht noch st\u00e4rker geworden sind, und Sehst\u00f6rungen, Gangunsicherheit und Bewusstseinsst\u00f6rungen auftreten. Das spricht f\u00fcr einen Sauerstoffmangel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Wie k\u00f6nnen sich sportliche Personen aus dem Flachland auf eine Tagestour vorbereiten?<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Nat\u00fcrlich helfen hier die k\u00f6rperliche Fitness und das angepasste Aufsteigen. Von Null auf 5.000 empfiehlt sich nicht. Es sollte auch nicht an Zeit gespart werden, die der K\u00f6rper zur Anpassung braucht. Auch bei wenig Erfahrung oder schwer einzusch\u00e4tzendem Terrain, sollte ein Tour Guide hinzugenommen werden, um auch ein sicheres Erleben und Freude am Berg zu haben. F\u00fcr erfahrene Bergsteigerinnen und Bergsteiger ist H\u00f6hentraining leicht umzusetzen nach dem Motto \u201eTrain high, sleep low\u201c. Bei gr\u00f6\u00dferen Touren au\u00dferhalb Europas zum Beispiel am Kilimandscharo sollte man besonders auf seri\u00f6se Anbieter setzen und immer im Hinterkopf haben, dass dort die Rettung nicht so schnell stattfinden kann. Eine gute H\u00f6henadaption entscheidet dar\u00fcber, ob wir Freude am Berg haben und die Zeit genie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Die neuesten Trends sind das Mountainbiken oder E-Mountainbiken in den Bergen. Ver\u00e4ndern sich da die Vorzeichen und Grenzen?<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Das Mountainbiken hat in erster Linie andere Risikofaktoren. Auch hier rate ich zu einem Tour-Guide, wenn die Erfahrung noch nicht vorhanden ist. Beim E-Mountainbiken sehe ich erst einmal den positiven Effekt, dass auch \u00e4ltere Menschen oder Menschen mit weniger Fitness weiterkommen und sie dadurch mehr Freude an Bewegung haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Im Netz werden E-Bike Touren im Hochgebirge als spektakul\u00e4r und anspruchsvoll mit insgesamt 10.000 H\u00f6henmeter oder mehr bezeichnet. W\u00fcnschen Sie sich dort Hinweise f\u00fcr die Gesundheit und Sicherheit der Sportlerinnen und Sportler?<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Es w\u00e4re schon viel gewonnen, wenn auch kleinere Touren so beworben werden. Viele m\u00fcssen sich an die E-Bikes gew\u00f6hnen, sich selbst einsch\u00e4tzen lernen und da sollten gleicherma\u00dfen leichte, mittlere oder schwere Touren zu finden sein. Viele Touren haben felsige Trails und andere herausfordernde Passagen, da ist nicht nur die k\u00f6rperliche Fitness gefragt, sondern vor allem technisches K\u00f6nnen. Wenig Erfahrung macht unsicher, erh\u00f6ht die Sturzgefahr und \u00dcberforderung macht einfach keinen Spa\u00df. Auch hier sind Tour-Guides eine gute Sache, die f\u00fcr ein gutes Gruppenerlebnis sorgen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kopfschmerzen_wandern_zugeschnitten.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kopfschmerzen_wandern_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Kopfschmerzen und M\u00fcdigkeit z\u00e4hlen zu den klassischen Symptomen der H\u00f6henkrankheit.\" class=\"wp-image-99387\" style=\"width:350px;height:263px\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kopfschmerzen_wandern_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kopfschmerzen_wandern_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kopfschmerzen_wandern_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kopfschmerzen und M\u00fcdigkeit z\u00e4hlen zu den klassischen Symptomen der H\u00f6henkrankheit.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Viele Menschen mit Vorerkrankungen gehen auch in die Berge. Sie sind beispielweise herzkrank oder haben Asthma. Wie k\u00f6nnen sie optimal vorbereitet aufsteigen?<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Wenn Sie gut eingestellt sind, sollte das in der Regel bis in die mittleren H\u00f6hen kein Problem sein. Hilfreich sind da z. B. eine Pulsuhr oder Smart Watches. Asthmatiker tun sich in der H\u00f6he auch manchmal leichter, weil weniger Allergene vorhanden sind. Wichtig ist, dass man sich selbst gut kennt und die Belastung den eigenen M\u00f6glichkeiten anpasst und die Therapie weiterhin einnimmt. Generell ist der H\u00f6henaufenthalt bis 2.500 H\u00f6henmeter gut m\u00f6glich. In den Bergen zu sein, ist in der Regel gut f\u00fcr unseren K\u00f6rper. Der Blutdruck sinkt, die K\u00f6rperfettmasse nimmt ab und wir f\u00fchlen uns im Kopf und K\u00f6rper einfach besser. Es ist ein bisschen so wie eine Jungbrunnenkur, wenn wir uns bis in die mittleren H\u00f6hen bewegen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Manchmal ist es einfach schlechtes Timing, und man geht doch mit einem Infekt in die Berge. Wie \u00fcberzeugen Sie uns zuhause zu bleiben?<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> (lacht) Ein Infekt kann sich immer verschlimmern und im Nachhinein f\u00e4llt man sicherlich l\u00e4nger aus. Auch k\u00f6nnen Laien nicht voraussehen, ob nicht durch die Anstrengung mit Infekt eine Herzmuskelentz\u00fcndung im Anschluss folgen wird. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Touren sind immer Reiser\u00fccktrittversicherungen zu empfehlen. Schlussendlich ist es nicht gut f\u00fcr die Gruppe krank mitzugehen, das ist schon sehr egoistisch gedacht. Die Gruppe kann mitunter dadurch in Gefahren geraten, die bei nur gesunden Teilnehmenden nicht entstanden w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Wir machen es unseren Freunden und uns auch einfach leichter, wenn wir gemeinsam fit in die Berge gehen und keine anderen Dinge im Kopf haben, richtig?<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Ja, auch ist eine gute Work-Life Balance sehr wichtig. Der \u201eWeekend Warrior\u201c, der unter der Woche t\u00e4glich 10-12 Stunden arbeitet und am Wochenende noch in den Bergen auf Hochleistung unterwegs ist, f\u00fchrt keine gesunde Lebensweise. Da sehen wir, dass dies auf Dauer nicht gut ist. Viele Unf\u00e4lle passieren beim Abstieg, wenn die Leute nicht mehr konzentriert sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>In der aktuellen Statistik des \u00f6sterreichischen Kuratoriums f\u00fcr alpine Sicherheit treten vor allem Herzinfarkte beim Aufstieg ein. Wie ist das zu erkl\u00e4ren?<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Peter Paal:<\/strong> Die pl\u00f6tzlichen Herzinfarkte entstehen bei Belastungsspitzen also im Sommer beim Aufstieg w\u00e4hrend einer Wanderung oder dem Mountainbiken und im Wintersport beim Aufsteigen w\u00e4hrend einer Skitour oder beim Langlaufen, aber auch bei der Abfahrt beim Skifahren und Snowboarden. Durch die Belastung entsteht ein hoher Sauerstoffbedarf im Herzmuskel bei gleichzeitig zu niedrigem Sauerstoffangebot. Der hohe Blutfluss bricht Fettpolster auf, die in den Gef\u00e4\u00dfen sind. Das Fett kann dann die Gef\u00e4\u00dfe verstopfen und f\u00fchrt zu einem Herzinfarkt und m\u00f6glichen t\u00f6dlichen Herzrhythmusst\u00f6rungen. Als vorbeugende Ma\u00dfnahme ist hier auch wieder ein gesunder Lebensstil und regelm\u00e4\u00dfige Gesundenuntersuchungen bzw. Gesundheits-Check-Ups anzuraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch \u00fcber Sauerstoffmangel und die H\u00f6henkrankheit!<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen zum Sauerstoffmangel und der H\u00f6henkrankheit findet Ihr auf den Instagram Seiten der <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/alpinmedizin\/\">\u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Alpin- und H\u00f6henmedizin<\/a> und des <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/alpinesicherheit\/?hl=en\">\u00d6sterreichischen Kuratoriums f\u00fcr Alpine Sicherheit<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir in den Bergen sind, nimmt der Luftdruck ab, je h\u00f6her wir aufsteigen. Unser K\u00f6rper leistet etwas Wunderbares und passt sich diesen neuen Faktoren an. Schnell merken wir, dass unser Herz schneller pumpt und wir die d\u00fcnne Luft intensiver einatmen. F\u00fcr euch habe ich mit PD. 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