{"id":71266,"date":"2015-02-18T09:38:14","date_gmt":"2015-02-18T08:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/safari-abenteuer-in-botswana\/"},"modified":"2026-04-28T10:51:53","modified_gmt":"2026-04-28T08:51:53","slug":"safari-abenteuer-in-botswana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/safari-abenteuer-in-botswana\/","title":{"rendered":"Safari-Abenteuer in Botswana"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Jahr 2008 reiste unser <strong>Werkstudent Daniel<\/strong> zusammen mit seinen Gro\u00dfeltern durch das <strong>Okavango Delta in Botswana<\/strong>. Ausgestattet mit einem 4&#215;4 Gel\u00e4ndewagen <strong>begann die Reise in Maun und endete am L\u00e4nderviereck in Kasane<\/strong>. Ziel der Reise war es, die <strong>Savuti-Region<\/strong> im Chobe Nationalpark, die zu den<strong> besten Wildbeobachtungsgebieten der Welt<\/strong> z\u00e4hlt, zu erschlie\u00dfen. Jedoch schien die Reise bereits nach wenigen Tagen in <strong>Kachekabwe<\/strong> sein Ende zu nehmen, als sich die Drei in den Irrwegen des Deltas verfuhren und sich der Benzintank immer mehr dem Ende zuneigte. <strong>Ein spannendes Erlebnis mit viel Spa\u00df und Begegnungen mit wilden Tieren<\/strong>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_5891.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_5891.jpg\" alt=\"Elefant auf der Stra\u00dfe\" class=\"wp-image-22202\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gef\u00e4hrlicher Gegenverkehr auf dem Weg nach Botswana<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vorbereitung-fur-das-abenteuer\">Vorbereitung f\u00fcr das Abenteuer<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit dem Abitur frisch in der Tasche f\u00fchrt mich meine Reise nach Botswana. Schon als ich den <strong>Flughafen in Johannesburg <\/strong>verlasse, kommt mir alles auf wunderbare Weise bekannt vor. Die Menschen um mich herum haben mich mit ihrem ansteckenden L\u00e4cheln in Empfang genommen, die typischen Ger\u00e4usche und die Farbenpr\u00e4chtigkeit der afrikanischen Stadt erinnern mich an meine vergangenen Reisen und haben mich sofort wieder in den Bann gezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich die ersten Tage bei meinen Gro\u00dfeltern in Durban \u00fcbernachtet habe, um nach dem langen Flug erst einmal anzukommen und mich zu akklimatisieren, starte ich mit meinen restlichen Vorbereitungen f\u00fcr unser gemeinsames Safari-Abenteuer in Botswana. Bereits vier Jahre zuvor haben wir versucht die raue Savuti-Region zu durchfahren, sind jedoch mit unserem Proviantanh\u00e4nger, der zu wenig Bodenfreiheit besa\u00df, gescheitert. Aus diesem Grund packen wir dieses Mal nur die allern\u00f6tigsten Sachen ein.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9500.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9500.jpg\" alt=\"Schlagl\u00f6cher zwischen Gaborone und Maun\" class=\"wp-image-22250\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Strecke zwischen Gaborone und Maun enth\u00e4lt auch das ein oder ander Schlagloch<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tierbeobachtung in Botswana<\/h3>\n\n\n\n<p>Und dann ist es so weit. Es ist <strong>5 Uhr morgens<\/strong> und meine Gro\u00dfeltern, die sich vor \u00fcber 20 Jahren dazu entschlossen haben an die Ostk\u00fcste S\u00fcdafrikas zu ziehen, und ich sind auf dem Weg in das einzigartige Okavango Delta, um <strong>Tiere zu beobachten und Tiefsand- und Wasserfahrten zu erleben<\/strong>. Die <strong>ersten 1700 km<\/strong>, was f\u00fcr afrikanische Verh\u00e4ltnisse einer Kurzstrecke gleichkommt, sind auf den hervorragend ausgebauten Teerstra\u00dfen nach europ\u00e4ischem Vorbild schnell hinter uns gebracht. <strong>In Maun \u00fcbernachten wir im Audi Camp &#8211; ein letztes Mal in der Zivilisation<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p>Unser Zeltplatz befindet sich in einem schattigen Pl\u00e4tzchen unter B\u00e4umen und die Sanit\u00e4ranlagen des Camps machen einen sauberen, wenn auch nicht ganz so tadellosen Eindruck. Diese Meinung wird sich nach dem Besuch in den kommenden Campingpl\u00e4tzen noch \u00e4ndern. Da man in den Nationalparks von Botswana nur in sehr luxuri\u00f6sen und teuren Lodges oder in den kosteng\u00fcnstigeren romantischen Campingpl\u00e4tzen \u00fcbernachten kann, entschieden wir uns f\u00fcr Letzteres. Bevor wir jedoch in das Moremi Wildschutzgebiet starten konnte mussten wir die Verpflegung und Benzinvorr\u00e4te f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage besorgen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-moremi-wildschutzgebiet\">Moremi Wildschutzgebiet<\/h2>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen am <strong>South Gate<\/strong> angekommen, zeigen wir unsere Erlaubnis zum Campen vor. Es ist im Allgemeinen empfehlenswert, die Eintrittserlaubnis vor Antritt der Reise nach Botswana zu beantragen, da man ohne Erlaubnis nicht in die Nationalparks einreisen darf. Zudem informieren wir uns, wo in den letzten Tagen welche Tiere gesichtet wurden. In diesem riesigen Gebiet ist es f\u00fcr Erfolg versprechende Tierbeobachtungen wichtig, dass man sich auf der Tafel der \u201e<strong>Wildlife Sightings<\/strong>\u201c informiert und in Gespr\u00e4chen mit anderen Selbstfahrern und Guides von mobilen Safaris austauscht. So <strong>erh\u00f6ht man seine Erfolgschance Tiere zu sehen enorm<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p>Denn im Moremi Wildschutzgebiet und Chobe Nationalpark warten ganz besondere Tiere auf den ambitionierten Besucher, wie die besonders <strong>anmutigen L\u00f6wen<\/strong>, die <strong>wundersch\u00f6nen Oryxantilopen<\/strong> oder den <strong>frechen Honigdachs<\/strong>. Ganz zu schweigen von <strong>Leoparden<\/strong> und <strong>Geparden<\/strong> oder <strong>imposanten Elefanten<\/strong>, die in gro\u00dfen Gruppen vorkommen. Das <strong>Okavango Delta bildet ihr ganz eigenes \u00d6kosystem<\/strong>, das nicht vergleichbar ist mit den Nationalparks im restlichen Afrika.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9222.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9222.jpg\" alt=\"Unser Lager an der North Gate Camping Site\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unser Zeltplatz<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir haben das Gate hinter uns gelassen und machen uns auf dem Weg zu unserem<strong> Zeltplatz am Rande des North Gate<\/strong>. Das Fahren auf dem weichen Sand macht gro\u00dfen Spa\u00df, doch eine Sache darf man nicht untersch\u00e4tzen: Es ist unglaublich schwer, gleichzeitig zu fahren und nach Tieren Ausschau zu halten. Daher ist es ratsam, immer wieder anzuhalten und die Spuren der Tiere zu lesen oder einfach ihren Rufen zu lauschen. Ich staune unentwegt \u00fcber diese <strong>scheinbar menschenleere Wildnis<\/strong> in Botswana, die nicht zu enden scheint. Wir begegnen keinem anderen Menschen und sind mittendrin in diesem sagenumwobenen Ort. An dem North Gate Camping Site angekommen, halten wir an und bauen unser erstes Lager auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Dunkelheit langsam einbricht, bereiten wir uns auf dem <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/gaskocher\/\">Gaskocher<\/a> ein schmackhaftes Abendessen zu. Gleichzeitig entfachen wir ein Lagerfeuer mit dem gesammelten Holz und lassen diesen aufregenden Tag mit \u201e<strong>Anti-Malaria<\/strong>\u201c, ein indisches Geheimrezept aus Tonicwater und Gin, ausklingen. Gar <strong>nicht allzu weit entfernt h\u00f6ren wir Tierger\u00e4usche<\/strong> und sind uns bewusst, dass wir hier inmitten der Wildnis und umgeben von Tieren sind, die dem Leben hier deutlich besser angepasst sind als wir. Schlie\u00dflich bestaunen wir den <strong>faszinierenden Sternenhimmel<\/strong>, wie man ihn zu Hause nicht zu Gesicht bekommt. Millionen von Sterne scheinen nur einen Steinwurf entfernt, so klar leuchtet der Nachthimmel. Schlie\u00dflich steige ich in mein <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/zelte\/\">Zelt<\/a> und lausche noch ein wenig den <strong>Stimmen des Busches und seiner Tiere<\/strong>, bevor mich die M\u00fcdigkeit \u00fcbermannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-frische-lowenspuren\">Frische L\u00f6wenspuren<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9297.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9297.jpg\" alt=\"L\u00f6wenfu\u00dfspur\" class=\"wp-image-22205\" style=\"width:201px;height:201px\" width=\"201\" height=\"201\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auf einer Safari ist es ratsam, hin und wieder anzuhalten und die Spuren der Tiere zu lesen oder einfach ihren Rufen zu lauschen<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wir haben am Vorabend besprochen, dass wir fr\u00fch aufstehen und so die besten Stunden des Tages nutzen, um uns auf die Suche nach den Tieren zu machen. <strong>Noch vor Sonnenaufgang<\/strong> fahren wir los, diesmal aber ganz langsam und gezielt. Es dauert nicht lange, da sind wir alle hellwach: Herbert, mein Gro\u00dfvater, hat <strong>frische L\u00f6wenspuren<\/strong> ganz in der N\u00e4he unseres Nachtlagers entdeckt. Sofort machen wir uns auf die Suche und schauen noch angestrengter nach den Spuren, die schlie\u00dflich den Weg verlassen und tiefer in den Busch hinein f\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p>Da das Fahren abseits der Wege streng verboten ist, folgen wir der Stra\u00dfe. Der Weg formt einen Bogen und h\u00e4lt eine \u00dcberraschung f\u00fcr uns bereit: Als es heller wird, sehen wir die gro\u00dfen L\u00f6wenspuren ganz deutlich auf dem Weg. Die L\u00f6wen scheinen also nur eine kurze Strecke durch das Dickicht zur\u00fcckgelegt zu haben und folgen nun dem Weg, der ihnen die Fortbewegung erleichtert. Und dann sehe ich sie: <strong>Zwei L\u00f6winnen sitzen direkt neben der Fahrspur in Begleitung mit drei Jungen<\/strong>, die man in dem gleichfarbigen Gras kaum sehen kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auftritt eines Elefantenbulles<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9240.jpg\" alt=\"Im hohen Gras sind die L\u00f6wen gut getarnt\" style=\"width:249px;height:374px\" width=\"249\" height=\"374\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Kurz darauf tippe ich meinem Gro\u00dfvater auf die Schulter und gebe ihm ein Zeichen sich umzudrehen. Ein <strong>imposanter Elefantenbulle<\/strong> l\u00e4uft direkt hinter unserem Fahrzeug den Weg hinunter und h\u00e4lt kurz inne, als er uns ausgemacht hat. Er beobachtet uns eine gef\u00fchlte Ewigkeit und weder meine Gro\u00dfeltern noch ich sagen ein Wort, so sehr hat uns diese \u00fcberraschende Begegnung in ihren Bann gezogen. Nachdem wir das L\u00f6wenrudel und den Elefanten aus den Augen verloren haben, setzen wir unseren <strong>morgendlichen Game Drive<\/strong> fort und geben uns gro\u00dfe M\u00fche, den Spuren auf den Wegen zu folgen und regelm\u00e4\u00dfig inne zu halten. So haben wir das gro\u00dfe Gl\u00fcck, mehrere Herden von Zebras, Giraffen und diverse Antilopenarten beobachten zu k\u00f6nnen. Am Abend sitzen wir gl\u00fccklich und zufrieden am Lagerfeuer und lassen den Tag in Botswana langsam ausklingen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-chobe-nationalpark\">Chobe Nationalpark<\/h2>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen f\u00fchrt uns unsere Reise hinaus aus dem <strong>Moremi Wildschutzgebiet<\/strong>, um unser Ziel die <strong>Savuti-Region im Chobe Nationalpark<\/strong> zu durchfahren. Die Savuti-Sektion im Westen des Parks gilt zusammen mit der Chobe Riverfornt als eines der<strong> besten Wildbeobachtungsgebiete im s\u00fcdlichen Afrika<\/strong>. Mit dem Beginn der Regenzeit zum Jahresende verwandelt sich das staubige trockene Savuti in ein gr\u00fcnes Paradies und es ziehen riesige Herden von Zebras und Gnus von den Linyanti S\u00fcmpfen und der Chobe Riverfront in die Savuti-Region. An den Wasserl\u00f6chern bieten sich gute M\u00f6glichkeiten, um <strong>Savutil\u00f6wen<\/strong> zu beobachten. Bis zu 35 Tiere rund um das Wasserloch sind keine Seltenheit in der Trockenzeit. Die Savutil\u00f6wen sind auch bekannt daf\u00fcr, dass sie in der Trockenzeit, wenn die gro\u00dfen Herden wieder abwandern, Elefanten jagen. Rund um die Wasserstellen der Camps liegen unz\u00e4hlige Elefantenskelette, die die Erfolge der L\u00f6wen bei der Elefantenjagd belegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich erreichen wir die noch sandigere Strecke, an der wir beim letzten Besuch aufgeben mussten, da wir mit unserem Anh\u00e4nger nicht weiterkamen. Mit unserem 4&#215;4 Gel\u00e4ndewagen von Toyota sind wir eigentlich gut ausgestattet, aber gegen die <strong>hohe Bodenfreiheit<\/strong> eines Toyota Hilux oder eines Land Rover Defender kommt unser Auto nicht an. <strong>So bleiben wir des \u00d6fteren im Sand stecken und mussten uns mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen frei graben<\/strong>, wobei eine Person immer nach wilden Tieren Ausschau h\u00e4lt. Zum Gl\u00fcck befand sich manchmal ein anderes Wildbeobachtungsfahrzeug in der N\u00e4he, um uns mit einem Abschleppseil oder Feuerwehrschlauch zu befreien. Selbst mit Allradfahrzeugen (und Erfahrung mit deren Umgang) ist es nicht immer einfach, abseits der Pisten zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Rudel L\u00f6wen<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach mehreren kr\u00e4ftezehrenden Stunden durch den Busch in Botswana sehen wir an einer Wasserstelle ein <strong>Rudel von drei Savutil\u00f6wen<\/strong>. Nach kurzer Beobachtung war klar, dass es sich um Jungtiere handeln muss, die in der Regel im Alter von drei bis vier Jahren vom dominanten M\u00e4nnchen verjagt werden. Kurz vor unserem Eintreffen hat das Rudel einen<strong> Kaffernb\u00fcffel erlegt<\/strong> und war mit Fressen besch\u00e4ftigt. Auch wenn es nicht gerade appetitlich aussah, wie sie mit dem rohen Fleisch umgegangen sind, war es dennoch <strong>beeindruckend Zeuge dieses nat\u00fcrlichen Schauspiels zu werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_3320.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_3320.jpg\" alt=\"Junges L\u00f6wenrudel mit einem erlegten B\u00fcffel\" class=\"wp-image-22207\" style=\"width:836px;height:558px\" width=\"836\" height=\"558\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Junges L\u00f6wenrudel mit einem erlegten B\u00fcffel<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag ist es somit geschafft und wir erreichen den <strong>Savuti Campingplatz, das Ziel, das wir uns am Beginn unserer Reise vorgenommen haben, war somit geschafft<\/strong>. Nach dem Abendessen sitzen wir alle am Lagerfeuer zusammen, sprechen \u00fcber die Ereignisse des Tages und lauschen den Stimmen des afrikanischen Busches bei Nacht. Pl\u00f6tzlich leuchtet meine Gro\u00dfmutter mit der Taschenlampe an das eine Ende unseres Camps. Und dort sieht man um die Ecke<strong> zwei reflektierende Augen einer Hy\u00e4ne<\/strong>. Aus Nachtsafaris ist mir bereits bekannt, dass Tiere aufgrund einer lichtreflektierenden Schicht in der Netzhaut bei Nacht gut zu erkennen sind. Die T\u00fcpfelhy\u00e4ne war wohl auf der Suche nach Nahrung und wurde von den M\u00fclleimern des Camps angelockt. Da wir von den Strapazen des Tages sowieso m\u00fcde waren, krochen wir in unsere Schlafs\u00e4cke und bekamen gerade noch mit, dass sich die Hy\u00e4ne um unser Zelt nach essbaren suchte, bevor unsere Augen vor Ersch\u00f6pfung zufielen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-verloren-in-kachekabwe\">Verloren in Kachekabwe<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_72051-2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_72051-2.jpg\" alt=\"Leopard auf dem Ast\" class=\"wp-image-99791\" style=\"width:350px\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_72051-2.jpg 900w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_72051-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_72051-2-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Leopard auf dem Ast<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Als wir am n\u00e4chsten Morgen von der Sonne geweckt wurden, <strong>hat nicht nur die Hy\u00e4ne ihre Spuren in unserem Camp hinterlassen, sondern auch ein paar L\u00f6wen<\/strong>. Mit einem mulmigen Gef\u00fchl im Magen mache ich mich dennoch auf den Weg um Wasser f\u00fcr Kaffee zu holen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck packen wir alle unsere Sachen zusammen, um die <strong>nord\u00f6stliche Grenze des Chobe Nationalparks<\/strong> zu erreichen. Der Tag f\u00e4ngt eigentlich ganz gut an, wir <strong>kommen trotz schwieriger Stra\u00dfenbedingungen gut voran<\/strong> und haben das Gl\u00fcck einen <strong>wundersch\u00f6nen Leoparden auf einem Ast zu beobachten<\/strong>. <strong>Aber dann verlieren wir pl\u00f6tzlich und aus unerkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden die Orientierung<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nacht in Botswana<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir fahren die sandige Strecke auf der wir uns befinden \u00fcber mehrere Kilometer, ohne dass uns eine Kreuzung verr\u00e4t, wo genau wir uns aufhalten. <strong>Zudem l\u00e4uft unser Tank mit den letzten Litern, sodass wir es uns nicht leisten k\u00f6nnen, noch weiter in das Ungewisse zu fahren<\/strong>. Wir stellen daher unser Auto in den Schatten und hoffen, dass ein anderes Fahrzeug uns erreicht. Stunden vergehen ohne Erfolg und als die D\u00e4mmerung langsam hereinbricht, wird uns bewusst, dass heute mit keiner Hilfe mehr zu rechnen ist. <strong>In den Nationalparks Botswanas ist das Wildcampen zwar strengsten verboten, aber wir hatten keine andere Wahl<\/strong>. Wir machen uns daher ein schnelles Abendessen auf dem Gasgrill und vernichten die letzten Reste des Gins, <strong>bevor wir von einer Herde Elefanten eingesch\u00fcchtert in unser Auto begeben, um dort die Nacht zu verbringen.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9295.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/IMG_9295.jpg\" alt=\"Der Sonnenuntergang ins Ungewisse\" class=\"wp-image-22239\" style=\"width:841px;height:561px\" width=\"841\" height=\"561\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Sonnenuntergang ins Ungewisse<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nach einer sehr ungewissen und ungem\u00fctlichen Nacht sehen wir endlich in der Ferne eine Staubwolke auf uns zukommen. Als das Auto n\u00e4her kommt, sehen wir zwei M\u00e4nner, die uns fragend anschauen. <strong>Unsere Lebensretter sind Angestellte des Nationalparks<\/strong> und gerade auf dem Weg um Reparaturarbeiten in der N\u00e4he vorzunehmen. Sie kommen aus ihrem Heimatdorf, das sich nur ein paar Kilometer von unserem Standort befindet. Als wir sie fragen, auf welchem Weg es nach Kasane geht und wo wir uns befinden, verrieten sie uns,<strong> ihr habt die Nacht bei Kachekabwe verbracht<\/strong>. Und tats\u00e4chlich, nur wenige Kilometer sp\u00e4ter fahren wir nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit endlich wieder auf einer geteerten Stra\u00dfe am <strong>Chobe Fluss entlang zum Vierl\u00e4ndereck von Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend meiner Reise habe ich gelernt, dass es bei einer Safari um viel mehr als Tierbeobachtungen geht. Es geht um Empfindungen und Erfahrungen, die man sammelt, w\u00e4hrend man durch wundersch\u00f6ne Landschaften f\u00e4hrt und um Bekanntschaften, die einem lange in Erinnerung bleiben werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2008 reiste unser Werkstudent Daniel zusammen mit seinen Gro\u00dfeltern durch das Okavango Delta in Botswana. Ausgestattet mit einem 4&#215;4 Gel\u00e4ndewagen begann die Reise in Maun und endete am L\u00e4nderviereck in Kasane. Ziel der Reise war es, die Savuti-Region im Chobe Nationalpark, die zu den besten Wildbeobachtungsgebieten der Welt z\u00e4hlt, zu erschlie\u00dfen. 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