{"id":69769,"date":"2023-01-04T13:31:00","date_gmt":"2023-01-04T12:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/tipps-zum-besseren-bouldern\/"},"modified":"2026-01-23T09:21:53","modified_gmt":"2026-01-23T08:21:53","slug":"tipps-zum-besseren-bouldern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/tipps-zum-besseren-bouldern\/","title":{"rendered":"Tipps zum besseren Bouldern"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Hallen und Felsbl\u00f6cke scheinen voll mit guten Boulderern \u2013 nur wie sind sie dahin gekommen und wie lange hat das gedauert?<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gilt beim Bouldern, wie bei jeder Sportart, \u00dcbung macht den Meister und ohne Flei\u00df kein Preis. Aber ein paar Dinge k\u00f6nnen zu Beginn hilfreich sein, um sich etwas schneller zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-training-technik\">Training &amp; Technik<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-bouldertipps-fur-anfanger\">Bouldertipps f\u00fcr Anf\u00e4nger<\/h3>\n\n\n\n<p>Bouldern lernt man relativ schnell. Das ist die gute Nachricht. \u00c4hnlich wie beim Klettern sind die Erfolgserlebnisse zu Beginn zahlreich und die Fortschritte lassen bei <strong>regelm\u00e4\u00dfigem Training<\/strong> nicht lange auf sich warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den ersten Trainingseinheiten schmerzt noch jeder Muskel und vor allem solche, von denen man gar nicht wusste, dass man sie besitzt. Au\u00dferdem erscheinen einem noch die meisten Griffe als vollkommen unhaltbar. Aber dann, nach nur wenigen Wochen, wird der <strong>Muskelkater<\/strong> weniger, die Projekte purzeln eins nach dem anderen und das Grinsen will nicht mehr aus dem Gesicht gehen. Wenn das der Fall ist, bleibt man beim Bouldern, jetzt ist es an der Zeit ein paar Dinge zu beachten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Boulderwand_original-1500x1125.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Boulderwand_original-1500x1125.jpg\" alt=\"Boulderwand\" class=\"wp-image-81365\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Boulderwand_original-1500x1125.jpg 1500w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Boulderwand_original-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Boulderwand_original-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Boulderwand_original-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Boulderwand_original.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-richtige-material-fur-den-start\">Das richtige Material f\u00fcr den Start<\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Bouldern braucht man eigentlich nicht viel. Eine <strong>bequeme Hose<\/strong> und die <strong>richtigen Schuhe<\/strong>. Aber hier wird es ziemlich spannend. Die ersten Wochen haben noch die <strong>Leihschuhe<\/strong> aus der Halle ausgereicht, doch schnell merkt man, dass die nicht immer f\u00f6rderlich sind. Steht der <strong>Kauf<\/strong> des ersten eigenen Paares an, tut sich schnell eine lange Liste an Fragen auf: \u201e<a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/sind-deine-kletterschuhe-zu-eng-und-andere-schwierigkeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie eng sollen\/m\u00fcssen sie sein<\/a>\u201c und \u201e<a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/sind-deine-kletterschuhe-zu-eng-und-andere-schwierigkeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Braucht man beim Bouldern spezielle Schuhe?<\/a>\u201e<\/p>\n\n\n\n<p>Generell kann man nicht sagen, dass <strong>Kletterer<\/strong> und <strong>Boulderer<\/strong> unterschiedliche Schuhe tragen, aber sie pr\u00e4ferieren h\u00e4ufig etwas<strong> andere Modelle<\/strong>. Entscheidender als die Frage, Kletterer oder Boulderer, ist die Frage, <strong>welche Boulder<\/strong> man bevorzugt und somit h\u00e4ufiger bouldert.<\/p>\n\n\n\n<p>Boulderer, die sich <strong>viel im Dach<\/strong> oder an <strong>stark geneigten W\u00e4nden<\/strong> aufhalten, brauchen eher <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/vorspannung-oder-downturn-was-ist-eigentlich-was\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vorgespannte Schuhe<\/a>, die an der Ferse richtig fest sitzen und damit einen <strong>Hook<\/strong> gut halten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Boulderer, die <strong>senkrechte W\u00e4nde<\/strong> oder <strong>Platten<\/strong> bevorzugen, brauchen Schuhe mit einem sehr guten <strong>Trittgef\u00fchl<\/strong> f\u00fcr kleine Tritte oder Reibung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Auswahl des richtigen Schuhs sollte man sich Zeit nehmen und gr\u00fcndlich w\u00e4hlen. Daher besitzen nicht wenige Boulderer <strong>zwei oder mehr Paar Schuhe<\/strong>. Aber, das <strong>erste Paar<\/strong> h\u00e4lt in der Regel <strong>nicht sehr lange<\/strong>, also zu Beginn vielleicht nicht zu tief in die Tasche greifen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-richtige-bouldertechnik\">Die richtige Bouldertechnik<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich, wie bei allen Sportarten, haben sich im Laufe der Jahre <strong>Standardbewegungen<\/strong> herausgebildet, die dem Boulderer helfen, <strong>Boulderprobleme<\/strong> zu meistern und die <strong>Effizienz zu steigern<\/strong>. Die Techniken orientieren sich an der <strong>Wandneigung<\/strong>, der <strong>Griff- und Trittform<\/strong>, dem <strong>Charakter der Route<\/strong> (Traverse oder Straight Up), der <strong>Wandbeschaffenheit<\/strong> (Leisten, Sloper, Riss, Kante) und nat\u00fcrlich auch dem <strong>Schwierigkeitsgrad<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Halle werden die Boulder h\u00e4ufig als eine <strong>Aneinanderreihung von Techniken<\/strong> geschraubt. Die Summe der Bewegungen ergibt das \u201e<strong>Boulderproblem<\/strong>\u201c, das es zu knacken gilt. H\u00e4ufig gibt es mehrere L\u00f6sungen und gerne fordern unterschiedliche <strong>K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfen<\/strong>, <strong>Kraft<\/strong> und <strong>Reichweiten<\/strong> eigene L\u00f6sungswege. Je gr\u00f6\u00dfer Dein <strong>Repertoire<\/strong> an Techniken und je schneller Du diese abrufen kannst, umso besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine gute M\u00f6glichkeit Bouldertechnik zu erlernen, ist nat\u00fcrlich einen <strong>Kurs<\/strong> zu machen und unter <strong>fachkundiger Anleitung<\/strong> die grundlegendsten Techniken auszuprobieren. Aber beim Bouldern lernt man ganz viel \u00fcber den <strong>Austausch<\/strong> mit anderen Boulderern und dem gemeinsamen <strong>Ausbouldern<\/strong> von Problemen. Ist doch ein Riesenvorteil am Bouldern, dass man an (fast) jeder Stelle des Boulders einsteigen kann und nicht, wie beim Klettern, erst mal zahlreiche Meter klettern muss, um an besagte Stelle zu gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also einfach ausprobieren, anderen aufmerksam zusehen und miteinander reden. Wenn man dann noch offen ist, f\u00fcr Bewegungen, die man im Traum nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte, dann ist man auf dem richtigen Weg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-richtige-bouldertraining\">Das richtige Bouldertraining<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein <strong>effizientes Training<\/strong> richtet sich immer nach den St\u00e4rken und vor allem Schw\u00e4chen eines Boulderers, seiner <strong>Fitness<\/strong> und <strong>physiologischen<\/strong> und<strong> psychologischen Konstitution<\/strong> und sollte demnach individuell zusammengestellt sein. Aber folgende Punkte sollten in jedem Training enthalten sein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ganzheitliches-aufwarmen\">Ganzheitliches Aufw\u00e4rmen<\/h4>\n\n\n\n<p>Ganz wichtiger Bestandteil von jedem Training ist ein vern\u00fcnftiges <strong>Aufw\u00e4rmprogramm<\/strong>, damit der K\u00f6rper sich auf die bevorstehende Belastung einstellen kann und wir uns nicht so schnell verletzten. Dabei geht es nicht nur darum, die <strong>Betriebstemperatur<\/strong> zu erh\u00f6hen, sondern auch den K\u00f6rper auf die bevorstehenden spezifischen Anforderungen vorzubereiten. Beim Bouldern ist das viel <strong>Maximalkraft<\/strong>, aber auch <strong>Beweglichkeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierzu bieten sich<strong> leichte Boulder<\/strong> an. Diese langsam und bewusst Bouldern und dabei versuchen die Techniken pr\u00e4zise und sch\u00f6n auszuf\u00fchren. Zwischen den Bouldern immer etwas <strong>Pause machen<\/strong>, damit der K\u00f6rper Zeit hat sich anzupassen. Daher langsam den <strong>Schwierigkeitsgrad<\/strong> der Boulder steigern.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens ist man inzwischen davon <strong>abgekommen<\/strong> sich vor dem Training zu <strong>dehnen<\/strong>, f\u00fchrt das doch eigentlich zu einer <strong>Entspannung der Muskeln<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-aufwarmen-der-finger\">Aufw\u00e4rmen der Finger<\/h4>\n\n\n\n<p>Ganz wichtig! Die <strong>Finger<\/strong> und die dazugeh\u00f6rigen Muskeln (diese sitzen im <strong>Unterarm<\/strong>) werden beim Bouldern extrem belastet. Daher sollten diese unbedingt ausgiebig auf das Training vorbereitet werden.&nbsp; Aber bitte an sch\u00f6n <strong>gro\u00dfen Griffen<\/strong> und nicht mit aufgestellten Fingern an kleinen Leisten und Finger <strong>weg vom Campusboard<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-training-arbeite-an-deinen-schwachen\">Das Training: Arbeite an Deinen Schw\u00e4chen!<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Training sollte in Dauer und Umfang fordern, aber <strong>nicht \u00fcberbelasten<\/strong>, denn sonst drohen <strong>Verletzungen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Boulderer hat seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Leider neigen wir dazu Boulder zu bevorzugen, die unseren St\u00e4rken entgegenkommen, denn diese fallen uns leichter und wir k\u00f6nnen schwerer Schwierigkeitsgrade bouldern, was ungemein viel Spa\u00df macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Trainieren wir jedoch fortw\u00e4hrend unsere St\u00e4rken, werden unsere Schw\u00e4chen nicht kleiner. Daher sollte man lieber an seinen <strong>Schw\u00e4chen arbeiten<\/strong>, als an seinen St\u00e4rken. Wer also wahnsinnig gut auf der <strong>Platte<\/strong> ist, sollte trotzdem regelm\u00e4\u00dfig ins <strong>Dach<\/strong> und umgekehrt. Ist h\u00e4ufig deprimierend, auf lange Sicht aber erfolgreicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings zeigen sich die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen nicht immer direkt in den einzelnen Bouldern. Ein paar Sachen bekommen wir noch durch <strong>Beobachtung<\/strong> hin, aber dann ist auch schnell<\/p>\n\n\n\n<p>Schluss. Die Jungs von <strong>Wataaah<\/strong> haben das auch erkannt und sich eine <strong>Maschine<\/strong> ausgedacht, die eine umfangreiche <strong>St\u00e4rkenanalyse<\/strong> erm\u00f6glicht \u2013 den <strong>Kraftolizer<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier werden so Sachen getestet wie: <strong>Beweglichkeit, Maximalkraft, Ausdauer, Reaktionsf\u00e4higkeit<\/strong> etc. Am Ende erh\u00e4ltst Du dann eine genaue Auflistung, woran Du wie arbeiten sollten. Aber sei gewarnt, in den seltensten F\u00e4llen lautet die Analyse: \u201eKraft. Ab ans Campusboard\u201c, denn das ist eher was f\u00fcr die Profis. Die meisten Amateure tun sich eher mit <strong>Technik<\/strong> und <strong>Beweglichkeit<\/strong> schwer.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-belohnung-nicht-vergessen\">Belohnung nicht vergessen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die ist ein elementarer Bestandteil des Trainings und sollte nicht ausgelassen werden. Am besten gleich mit den Leuten, mit den man gebouldert hat, direkt an den <strong>Tresen<\/strong> wechseln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-verletzungen-vermeiden\">Verletzungen vermeiden<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-gefahrlich-ist-bouldern\">Wie gef\u00e4hrlich ist Bouldern?<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\" id=\"attachment_29862\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Bouldern.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Bouldern.jpg\" alt=\"Bouldern, aber richtig\" width=\"350\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bouldern, aber richtig<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Laut Statistik des&nbsp;<strong>DAV<\/strong> entfielen bei&nbsp;<strong>160 Unf\u00e4llen<\/strong>&nbsp;in DAV Kletterhallen im Jahr 2014&nbsp;<strong>70 auf Boulderer<\/strong>. Im Jahr 2019 waren schon 220 Unf\u00e4lle verzeichnet. Allerdings sollte man dabei ber\u00fccksichtigen, dass in dieser Statistik lediglich die&nbsp;<strong>DAV Hallen<\/strong>&nbsp;aufgef\u00fchrt werden und private Hallen Unf\u00e4lle nicht dem DAV melden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein pers\u00f6nlicher Eindruck ist, dass beim Bouldern wesentlich&nbsp;<strong>h\u00e4ufiger Verletzungen<\/strong>&nbsp;auftreten als beim Klettern. &nbsp;Dabei handelt es sich zum einen um Verletzungen, die durch&nbsp;<strong>Traumata<\/strong>&nbsp;entstehen, also durch Au\u00dfeneinwirkungen, zum anderen um Verletzungen aufgrund von&nbsp;<strong>falschem<\/strong>&nbsp;oder&nbsp;<strong>\u00fcberm\u00e4\u00dfigem Training<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Typische Boulderverletzungen durch Unf\u00e4lle<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei Unfallverletzungen muss man unterscheiden zwischen solchen, die der Boulderer sich selbst zuf\u00fcgt oder anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>Umstehende Personen sind betroffen, wenn der&nbsp;<strong>Sturzraum<\/strong>&nbsp;unter einem Boulderer nicht freigehalten wird. Ein herunterfallender Boulderer kann, je nach H\u00f6he, ziemlich viel Kraft entwickeln und dementsprechend schmerzen, wenn er auf einen herunterf\u00e4llt. Welche Kr\u00e4fte dabei entstehen, zeigt unser&nbsp;<strong>Fallh\u00f6henkalkulator<\/strong>. &nbsp;Aber auch&nbsp;<strong>schwingende<\/strong>&nbsp;<strong>Boulderer<\/strong>&nbsp;k\u00f6nnen f\u00fcr Umstehende zu einer Gefahr werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Verletzungen, die den Boulderer selbst betreffen, konzentrieren sich h\u00e4ufig auf die&nbsp;<strong>Extremit\u00e4ten<\/strong>, also Beine oder Arme. Besonders h\u00e4ufig kommt es zu Verletzungen an&nbsp;<strong>F\u00fc\u00dfen<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Knien<\/strong>, wie&nbsp;<strong>Br\u00fcche des Fersenbeins<\/strong>,&nbsp;<strong>B\u00e4nderriss, Kreuzbandriss, Meniskussch\u00e4den<\/strong>&nbsp;etc., um die g\u00e4ngigsten zu nennen.&nbsp;<strong>Kopfverletzungen<\/strong>&nbsp;sind beim Bouldern zum Gl\u00fcck sehr selten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-verletzungen-aufgrund-falschen-trainings\">Verletzungen aufgrund falschen Trainings<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zum Klettern zehrt man beim Bouldern haupts\u00e4chlich von der Maximalkraft.&nbsp;<strong>Kurze, sehr kr\u00e4ftige Sequenzen<\/strong>&nbsp;bestimmen das Bouldern. Dadurch unterscheiden sich die Belastungen f\u00fcr den&nbsp;<strong>Bewegungsapparat<\/strong>&nbsp;von denen beim Klettern.<\/p>\n\n\n\n<p>Was viele Menschen nicht wissen: B\u00e4nder und Sehnen brauchen wesentlich l\u00e4nger f\u00fcr die Anpassung an eine gesteigerte Belastung als Muskeln \u2013 n\u00e4mlich ca. 1 bis 1,5 Jahre. W\u00e4hrend die Muskeln bereits ab dem&nbsp;<strong>ersten Training<\/strong>&nbsp;wachsen und ihre Effizienz, also ihre Kraft steigern, sind die B\u00e4nder noch ganz gem\u00fctlich dabei ihre Strukturen zu st\u00e4rken. Daher kommt es, dass viele Verletzungen aufgrund von&nbsp;<strong>\u00dcberbelastungen<\/strong>&nbsp;entstehen. Je nach Trainingsintensit\u00e4t treten sie etwa&nbsp;<strong>6 Monaten<\/strong>&nbsp;bis ca. 1,5 Jahre nach Trainingsbeginn auf.&nbsp; N\u00e4mlich dann, wenn die Kraft der Muskeln die&nbsp;<strong>Belastbarkeit<\/strong>&nbsp;der Sehnen und B\u00e4nder \u00fcbersteigt. Ein Klassiker ist der&nbsp;<strong>Ringbandriss<\/strong>&nbsp;zu Beginn des zweiten Trainingsjahres.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderes Problem, was aber wesentlich sp\u00e4ter auftritt, sind gesundheitliche Probleme aufgrund von&nbsp;<strong>einseitigem Training<\/strong>. Das ist kein spezielles&nbsp;<strong>Kletterproblem<\/strong>, sondern tritt immer dann auf, wenn man ausschlie\u00dflich eine Sportart betreibt und diese sehr intensiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider weit verbreitet beim Klettern und Bouldern ist der sogenannte&nbsp;<strong>Kletterr\u00fccken<\/strong>. Beim Klettern und Bouldern werden vor allem die&nbsp;<strong>Brust und Bauchmuskulatur<\/strong>&nbsp;und der obere&nbsp;<strong>Schulterbereich<\/strong>&nbsp;trainiert. Der mittlere R\u00fccken und der Lendenbereich hingegen relativ wenig. Wird die Muskulatur in Bauch und Brust immer st\u00e4rker, zieht sie sich naturgem\u00e4\u00df zusammen. Wird nun der K\u00f6rper \u00fcber die Gegenseite, also&nbsp;<strong>R\u00fccken<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Lendenbereich<\/strong>&nbsp;nicht in die andere Richtung gezogen, kr\u00fcmmt sich der K\u00f6rper langsam nach vorne. Bei jungen Sportlern kann man dies leider besonders gut beobachten, da ihre K\u00f6rper noch&nbsp;<strong>st\u00e4rker formbar<\/strong>&nbsp;sind. Die Schultern ziehen nach vorne und der Bereich der Schulterbl\u00e4tter wird immer runder.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-verletzungen-aufgrund-falscher-kletterschuhe\">Verletzungen aufgrund falscher Kletterschuhe<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/VintageTMB_JennClimbing_3_I.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/VintageTMB_JennClimbing_3_I.jpg\" alt=\"Richtig Aufw\u00e4rmen, Pausen machen, weiter gehts\" width=\"350\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Richtig Aufw\u00e4rmen, Pausen machen, weiter gehts<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Auch sehr weit verbreitet ist die M\u00e4hr vom&nbsp;<strong>Kletterschuh<\/strong>, \u201eder weh tun muss\u201c. Totaler Unsinn und leider sehr ungesund. Drohen doch Fu\u00dfprobleme wie&nbsp;<strong>Halux Valgus<\/strong>,<strong>&nbsp;entz\u00fcndete Fu\u00dfn\u00e4gel<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>h\u00e4ssliche Schwielen<\/strong>. Mehr zum Thema falsche&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/kletterschuhe\/\">Kletterschuhe<\/a>&nbsp;findest Du&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/sind-deine-kletterschuhe-zu-eng-und-andere-schwierigkeiten\/\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-kann-man-verletzungen-beim-bouldern-vermeiden\">Wie kann man Verletzungen beim Bouldern vermeiden?<\/h3>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich kann es bei der Aus\u00fcbung von Sport immer zu Verletzungen kommen, aber die meisten kann man mit ein paar einfachen Vorkehrungen vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Richtig St\u00fcrzen<\/h4>\n\n\n\n<p>Ja, die Matten in einer Boulderhalle sind sch\u00f6n dick und sehen vertrauenserweckend aus. Und St\u00fcrzen geh\u00f6rt beim Bouldern dazu. Aber man kann bedacht und vern\u00fcnftig st\u00fcrzen oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht vergessen, die Wand ist immer noch&nbsp;<strong>4 Meter<\/strong>&nbsp;hoch! Gerade wer in seinem Leben oder in den letzten Jahren wenig Sport gemacht hat, sollte seinem K\u00f6rper Zeit geben auch koordinativ aufzuholen. Also&nbsp;<strong>keine<\/strong>&nbsp;gewagten&nbsp;<strong>aberwitzigen Stunts<\/strong>&nbsp;auf die Matte. Das danken einem auch die anderen Boulderer. Und es ist \u00fcbrigens keine Schande, ein oder zwei Meter abzuklettern und dann kontrolliert zu springen.<\/p>\n\n\n\n<p>Augen aufmachen und beobachten, was die anderen machen, ist auch sehr hilfreich. Das gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr die an der Wand und die auf der Matte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist jetzt kein Witz:<strong>&nbsp;Auf die Matte springen<\/strong>. Nicht wenige Verletzungen r\u00fchren daher, dass Boulderer die Matte verfehlen und auf dem harten Boden landen. Da <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/kletterschuhe\/\">Kletterschuhe<\/a> im&nbsp;<strong>Fersenbereich<\/strong>&nbsp;\u00fcber&nbsp;<strong>keinerlei<\/strong>&nbsp;<strong>D\u00e4mpfung<\/strong>&nbsp;verf\u00fcgen, kommt es so schnell zu Br\u00fcchen des Fersenbeins. Die sind sehr unangenehm und sehr langwierig in der Heilung. Im Zweifelsfall lieber noch ein Crashpad dazu legen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Richtig trainieren<\/h4>\n\n\n\n<p>Wenn man zwei Dinge beachtet, f\u00e4hrt man schon ziemlich gut:<strong>&nbsp;Pausen machen<\/strong>&nbsp;und von&nbsp;<strong>klein zu gro\u00df<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pausen machen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Mehr noch als beim Klettern braucht der K\u00f6rper beim Bouldern, Zeit sich zu erholen. Ja, ist nicht immer ganz einfach, aber unerl\u00e4sslich. Eigentlich sollte auf jeden Bouldertag&nbsp;<strong>ein Ruhetag<\/strong>&nbsp;folgen. Bouldert man zwei Tage hintereinander, folgen zwei Ruhetage. Gerade zu Beginn, wenn die Finger die Belastung noch nicht gewohnt sind, sollte man diese Weisheit einhalten. H\u00e4lt man es gar nicht mehr aus, nur leichte Boulder klettern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von klein zu gro\u00df<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Will hei\u00dfen, die kleinen Leisten sind nur was f\u00fcr ausgeruhte, aber gut&nbsp;<strong>aufgew\u00e4rmte Finger<\/strong>. Je m\u00fcder die Finger, umso&nbsp;<strong>gr\u00f6\u00dfer die Griffe<\/strong>. Daraus ergibt sich auch der gr\u00f6\u00dfte Fehler, den man machen kann: \u201e<strong>Platt machen<\/strong>\u201c am Campus Board. Also zum Ende des Trainings noch mal an den kleinen Holzleisten trainieren. Eine ganz schlechte Idee.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Apropos Campusboard<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Hier haben Anf\u00e4nger nichts zu suchen. Das Campusboard ist f\u00fcr Leute da, die schon ein paar Jahre Bouldern. Was bringt es Dir noch schneller Kraft aufzubauen um noch schneller Deine Sehnen und B\u00e4nder kaputtzumachen? Und f\u00fcr die Technik ist es auch nicht hilfreich. Also lieber damit warten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Loslassen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Eine der besten Weisheiten, die ich von meinem ersten Trainer lernte, war: \u201e<strong>Ein guter Kletterer l\u00e4sst los<\/strong>.\u201c Will hei\u00dfen, man sollte nicht jeden Griff um&nbsp;<strong>Teufelsgewalt<\/strong>&nbsp;halten. W\u00e4ge gut ab, ob der Durchstieg eine Verletzung lohnt. Wer los l\u00e4sst, hat noch viele Versuche offen, wer im falschen Moment zu viel Ehrgeiz beweist nicht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Tape<\/strong><\/h4>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\" id=\"attachment_29865\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Tape_original.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Tape_original.jpg\" alt=\"Rotes Tape\" class=\"wp-image-81359\" width=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Tape_original.jpg 600w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Tape_original-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Tipps-zum-besseren-Bouldern_Tape_original-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tape<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Finger tapen kann sinnvoll sein, aber auch nicht. Zu Beginn erscheint es verlockend, die noch zarte Haut zu schonen, k\u00f6nnen doch&nbsp;<strong>Hautabsch\u00fcrfungen<\/strong>&nbsp;an den Fingern das Training j\u00e4h beenden. Oder man denkt sich, man hilft den B\u00e4ndern und Sehnen, sich nicht zu sehr zu belasten und tapet daher die Finger.<\/p>\n\n\n\n<p>Beides ist eher kurz gedacht. Wer zu viel tapet verhindert die Bildung von&nbsp;<strong>Hornhaut<\/strong>, die Verletzungen an der Haut seltener macht. Also lieber in den ersten Monaten ein paar&nbsp;<strong>kleine Malessen<\/strong>&nbsp;ertragen und daf\u00fcr dann in Zukunft Ruhe haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Unterst\u00fctzen der Finger f\u00fchrt dazu, dass die B\u00e4nder und Sehnen sich noch langsamer anpassen. Sprich, die Diskrepanz zwischen Kraft und Belastbarkeit der Finger w\u00e4chst noch schneller.<\/p>\n\n\n\n<p>Und, wer Schmerzen in den Fingern hat: Lieber zum&nbsp;<strong>Arzt<\/strong>&nbsp;gehen, anstatt eigenm\u00e4chtig zu tapen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ALLES HALB SO WILD<\/h3>\n\n\n\n<p>Das hat sich jetzt alles sehr dramatisch angeh\u00f6rt. Im Grunde ist Bouldern aber kein gef\u00e4hrlicher Sport. Man sollte nur hin und wieder seinen&nbsp;<strong>Kopf einschalten<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/bouldern-shop\/\">Boulderausr\u00fcstung gibt&#8217;s hier &gt;&gt;<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-\"><br><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hallen und Felsbl\u00f6cke scheinen voll mit guten Boulderern \u2013 nur wie sind sie dahin gekommen und wie lange hat das gedauert? Nat\u00fcrlich gilt beim Bouldern, wie bei jeder Sportart, \u00dcbung macht den Meister und ohne Flei\u00df kein Preis. Aber ein paar Dinge k\u00f6nnen zu Beginn hilfreich sein, um sich etwas schneller zu verbessern. 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