{"id":66981,"date":"2021-05-06T12:28:54","date_gmt":"2021-05-06T10:28:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/klettern-bergsteigen-schwangerschaft\/"},"modified":"2025-04-23T12:05:36","modified_gmt":"2025-04-23T10:05:36","slug":"klettern-bergsteigen-schwangerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/klettern-bergsteigen-schwangerschaft\/","title":{"rendered":"Klettern und Bergsteigen in der Schwangerschaft? Nur zu!"},"content":{"rendered":"\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir haben f\u00fcr euch mit Dr. med. Mirjam Sch\u00f6nfeld, Gyn\u00e4kologin an der LMU Frauenklinik M\u00fcnchen und Prof. Dr. med. Thomas K\u00fcpper, Arbeits- und H\u00f6henmediziner an der Uniklinik der RWTH Aachen gesprochen. Mirjam Sch\u00f6nfeld ist selbst eine sehr erfahrene Bergsportlerin und in ihrer Schwangerschaft weiterhin klettern gewesen. Thomas K\u00fcpper erforschte unter anderem zusammen mit Jan Drastig wie sich das Kletterverhalten und die Belastbarkeit im Verlauf der Schwangerschaft ver\u00e4ndert.&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>Das Verletzungsrisiko ist im Vergleich zu anderen Sportarten gering. Doch bringen das Klettern und Bergsteigen eventuell extremere Anforderungen an den eigenen K\u00f6rper mit sich. Bis zu welcher Schwangerschaftswoche w\u00fcrden Sie sagen, dass Bergsteigen und Klettern bis zu 2.500-3.000 m problemlos m\u00f6glich ist?<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-45348 size-medium\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/MirjamSchoenfeld-1.jpg\" alt=\"Frau steht im Schnee und lacht in die Kamera\" class=\"wp-image-45348\" style=\"width:350px;height:251px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei Beratungen in der Klinik oder am Berg \u2013 immer sportbegeistert! \u00a9Mirjam Sch\u00f6nfeld<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Das ist von vielen Faktoren abh\u00e4ngig. Wenn es eine unkomplizierte Schwangerschaft und die Frau gesund ist, sollte es bis 2.500 m keine gr\u00f6\u00dferen Probleme geben. Es ist so, dass im 1. Schwangerschaftsdrittel viele Frauen eher abgeschlagen sind und im 2. Drittel die Frauen am fittesten sind. Prinzipiell ist wichtig, dass die Frau schon vor der Schwangerschaft in den Bergen unterwegs war und ihren K\u00f6rper kennt. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ganz wichtig ist, dass sich die Schwangere immer wohl f\u00fchlt bei dem was sie tut. Wer in der Schwangerschaft im 1. oder 2. Trimenon \u00fcber 3.000 m gehen m\u00f6chte, kann das mit einer Akklimatisierungsphase machen. Es sollte keine zu gro\u00dfe Anstrengung auf einmal sein, sodass die Durchblutung der Frau in den Vordergrund tritt und das Kind unterversorgt wird.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Unsere Studien haben gezeigt, dass Frauen von sich aus vorsichtiger werden. Es gibt hier auch ein merkw\u00fcrdiges Ph\u00e4nomen. Normalerweise sind die Amerikaner strikter als die Europ\u00e4er.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Doch die Amerikaner sagen, dass es bis zu 4.000 m kein Problem sein sollte. Das liegt einfach daran, dass viele Teile von Amerika f\u00fcr Schwangere nicht mehr zu bereisen w\u00e4ren, wenn sie europ\u00e4ischen Empfehlungen folgen w\u00fcrden. Wenn die Schwangere mal h\u00f6her geht \u00fcber den Tag, und zum Schlafen wieder runterkommt, sehe ich da keinen Grund zur Sorge.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>Ist anzunehmen, dass ab 2.500-3.000 m die Sauerstoffversorgung des Kindes problematisch wird?<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"><strong> <\/strong>Wenn es zu einer konkurrierenden Situation kommt, wird es f\u00fcr das Kind kritisch. Das hei\u00dft: Wenn die Schwangere in gro\u00dfer H\u00f6he ein bisschen Landschaft genie\u00dft, eine kleinere Aktivit\u00e4t macht, ist das okay. Wenn sie in 2.000 m Vollgas gibt, kann das schon eine konkurrierende Situation werden.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"><strong> <\/strong>Ja ich sehe das sehr \u00e4hnlich. Es gibt so einen Pi-mal-Daumen- Wert, dass der Puls bei Schwangeren nicht \u00fcber 140 gehen soll. Das ist auch eine Empfehlung aus Amerika. Wichtig ist, dass man auf seinen K\u00f6rper h\u00f6rt, die Warnzeichen nicht ignoriert und nicht dar\u00fcber hinaus aktiv ist.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b>Wie ist es im Klettern in der Schwangerschaft?&nbsp;<\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Was die Belastung betrifft, ist es fast dasselbe wie im Bergsport. Wir raten dazu, Pressatmung zu vermeiden. Das bedeutet, dass \u00dcberh\u00e4nge nicht so geeignet sind. Spa\u00df und Freude sollten im Vordergrund stehen, und weniger der kompetitive Gedanke. Ab dem 3. oder 4. Monat sollte nicht mehr im Vorstieg geklettert werden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"><strong> <\/strong>Wichtig ist auch hier, dass man nicht erst in der Schwangerschaft anf\u00e4ngt zu klettern. Wenn eine Frau schon zehn Jahre klettert, ist das eine ganz andere Sache.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b>Thomas K\u00fcpper:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Etwas, das wir oft vergessen, ist das Sichern. Eine Schwangere sollte keine Person sichern, die weitaus schwerer oder gr\u00f6\u00dfer ist als sie selbst. In Aachen hatten wir mal diesen Fall und die Frau ist wie ein Flummi hochgeflogen, als er ins Seil gegangen ist. Da sollte man eher in einer Gruppe in die Halle gehen und schauen, dass kein unkontrollierter, starker Druck auf den Bauch ausge\u00fcbt wird.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>Ist das Klettern in der Schwangerschaft f\u00fcr Anf\u00e4ngerinnen auch mit wenigen Risiken verbunden?<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Klettern ist generell mit wenig Risiken verbunden. Im ersten Schwangerschaftsdrittel w\u00fcrde ich auch nichts gegen einen entspannten Schnupperkurs in einer Kletterhalle sagen. Es ist auch niemals mehr ein Mensch so gesch\u00fctzt wie in den ersten Schwangerschaftsmonaten. Es gibt niemals mehr eine so gute Ritterr\u00fcstung wie das Becken der Frau. Wir Sportmediziner m\u00fcssen auch Freude vermitteln und mutige Entscheidungen treffen.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>Ist beim Bergsport ebenso viel Erfahrung von Vorteil? Zum Beispiel die Erfahrung in der H\u00f6he und mit den eigenen Grenzen der k\u00f6rperlichen Belastbarkeit?<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"><strong> <\/strong>Die Erfahrung insgesamt ist sicherlich von Vorteil. In den Bergen sollte man nicht allein unterwegs sein. Auch unwegsames Gel\u00e4nde ist nicht zu empfehlen. Besser ist es, Routen zu w\u00e4hlen, wo man auch umkehren kann. Wenn man schon Anzeichen von Luftnot oder \u00e4hnliches hat, sollte man klar sagen, dass man nicht mitkommt. Wenn der Bauch mal zieht, muss das nicht gleich etwas Schlimmes sein, aber man sollte dann auf jeden Fall langsamer unterwegs sein und gegebenenfalls absteigen. Es ist wichtig, dass man auf den eigenen K\u00f6rper h\u00f6rt. Man muss sich immer bewusst machen: mache ich mir Vorw\u00fcrfe, wenn jetzt irgendetwas passiert.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Es gibt ja auch in anderen Sportarten die Spielregel: Wenn es einer Person nicht gut geht, kehrt die komplette Gruppe um. Das sollte sich auch endlich im Bergsport etablieren.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong> <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Ich w\u00fcrde den meisten Leuten unterstellen, dass sie den Umstand bei einer schwangeren Frau akzeptieren k\u00f6nnen und sagen: \u201eOkay, wir gehen zur\u00fcck.\u201c Ich glaube, da ist eine andere Dynamik in der Gruppe.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> M\u00e4nner haben mehr Schiss als die Frauen.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> In der Klinik sind es auch oft die Partner, die dann fragen: \u201eAch, willst du das echt noch weitermachen?\u201c und die Schwangere sagt: \u201eJa ich kenne mich und meinen K\u00f6rper und das passt schon.\u201c<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Aus der Unfallforschung wissen wir ja auch nachweislich, dass Frauen einen besseren Umgang mit Risiko und Risikomanagement haben.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>Im Laufe der Schwangerschaft ist es wichtig, den <a href=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/klettergurte\/\">Klettergurt<\/a> zu wechseln. Wann sollte der Wechsel zum Kombigurt erfolgen?<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b> <span style=\"font-weight: 400;\">Wenn der Bauch auff\u00e4llig gr\u00f6\u00dfer wird und aus dem Becken heraustritt, sollte der Gurt gewechselt werden. Die Frauen merken selbst, wenn der klassische Gurt irgendwann l\u00e4stig wird und sie den deutlich weiter stellen m\u00fcssen.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>L\u00e4sst es sich im aktuellen Schwierigkeitsgrad weiterklettern?\u00a0<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-45349 size-medium\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/ThomasKuepper-1.jpg\" alt=\"Mann schaut in den Himmel\" class=\"wp-image-45349\" style=\"width:350px;height:248px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">In seinen diversen Leitungspositionen hat Thomas K\u00fcpper immer einen Blick f\u00fcrs Detail. \u00a9Thomas K\u00fcpper<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"><strong> <\/strong>Das hat sich bei dem Kollektiv, das wir hier in Aachen beobachtet haben, nicht gezeigt. Mit dem Verlauf der Schwangerschaft sind die Frauen entspannt 1,5 Stufen unter ihrer eigentlichen Leistungsgrenze geklettert. Wir hatten zwei Schwangere in der Studie, die bis zum 7,5 und 8,5 Monat in der Halle waren und wir hatten keinen einzigen Zwischenfall. Es waren ausschlie\u00dflich nicht Risikoschwangerschaften. Es ist auch wichtig, dass gute frauen\u00e4rztliche Beratung erfolgt.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"><strong> <\/strong>Der Schwierigkeitsgrad sollte reduziert werden. Aus gyn\u00e4kologischer Sicht ist noch viel die Angst dabei. Ich denke, es ist verst\u00e4ndlich, wenn eine gewisse Sorge da ist, dass der Frau oder dem Kind etwas passiert.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>Was empfehlen Sie Schwangeren zur Vorbereitung auf eine Bergtour? Welche Umst\u00e4nde sollten beachtet werden?<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> In der Schwangerschaft braucht man definitiv mehr Fl\u00fcssigkeit. Da w\u00fcrde ich nicht riskieren, dehydriert am Berg zu stehen. Im Sommer ist es wichtig, dass man die Sonne mit einkalkuliert \u2013 eine Schattentour raussucht, mehrere Pausen einplant und nat\u00fcrlich eine Kopfbedeckung mitnimmt.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Ein guter Fl\u00fcssigkeitshaushalt ist f\u00fcr die Durchblutung entscheidend. Der Sauerstoff muss da ankommen, wo er gebraucht wird. Wichtig ist auch, nicht pl\u00f6tzlich viel auf einmal zu trinken, sondern f\u00fcr die ganze Tour gen\u00fcgend Wasser dabei zu haben. Der Mensch ist kein Kamel, das Fl\u00fcssigkeit speichern kann. Gut ist auch, dass der Mensch in der H\u00f6he, sprich bei h\u00f6herem Atem-Minuten Volumen, viel \u00f6konomischer ist als sonst. Doch sollte eine Schwangere mindestens zwei Liter nur f\u00fcr sich mitnehmen. Da ist auch die Fairness der Gruppe gefragt, sich die Last aufzuteilen.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Oder man plant gen\u00fcgend H\u00fctten ein und f\u00fcllt dort die Flaschen wieder auf.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>Welche Erfahrungen haben Sie beim Bergsteigen und Klettern in ihrer eigenen Schwangerschaft gemacht?<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"><strong> <\/strong>Ich hatte immer ein sehr gutes Gef\u00fchl in meiner Schwangerschaft und Lust in die Berge zu gehen. Ich war in der 13. Woche tats\u00e4chlich auf einer Skitour in Marokko am Toubkal \u00fcber 4.000 m. Die Reise hatte ich schon vor der Schwangerschaft geplant. Da war alles wunderbar und es hat gut funktioniert. Obwohl ich mich beim Hochgehen schon gefragt habe, wo ich hink\u00f6nnte, wenn etwas passiert. Eine Woche vor meinem Entbindungstermin bin ich noch in die M\u00fcnchner Hausberge gegangen, weil es mir k\u00f6rperlich wirklich sehr gut ging.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"><strong> <\/strong>Es ist auch die Frage, wo das Bergsteigenund Klettern in der Schwangerschaft stattfindet. Streng genommen gilt das, was wir hier sagen nur f\u00fcr den mitteleurop\u00e4ischen Alpenraum. Hier ist die Luftrettung an allen Ecken und die medizinische Versorgung auf einem hohen Niveau. Die Aussagen gelten noch nicht mal mehr f\u00fcr die Rocky Mountains. Dort gibt es zwar auch ein hohes medizinisches Niveau, aber die Rettungswege sind zu lang.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong><em>Reicht es, an die Eigenverantwortung der Sportlerinnen zu appellieren?\u00a0<\/em><\/strong><\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Mirjam Sch\u00f6nfeld:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Wichtig ist, dass wir da als Gyn\u00e4kologinnen und Gyn\u00e4kologen die richtigen Informationen geben k\u00f6nnen. Vor allem, dass das Thema aktiv angesprochen wird: \u201eWas machen Sie f\u00fcr Sportarten? M\u00fcssen wir dar\u00fcber reden, was sie weitermachen k\u00f6nnen und was nicht?\u201c Aber die Entscheidung muss man bei der Schwangeren lassen.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><b><strong>Thomas K\u00fcpper:<\/strong><\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Eigentlich muss es die Partnerschaft entscheiden. Ein Kind produziert man in der Regel zusammen. Es k\u00f6nnte n\u00e4mlich sein, dass der Partner viel mehr Angst hat als die Betroffene.\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben f\u00fcr euch mit Dr. med. Mirjam Sch\u00f6nfeld, Gyn\u00e4kologin an der LMU Frauenklinik M\u00fcnchen und Prof. Dr. med. Thomas K\u00fcpper, Arbeits- und H\u00f6henmediziner an der Uniklinik der RWTH Aachen gesprochen. Mirjam Sch\u00f6nfeld ist selbst eine sehr erfahrene Bergsportlerin und in ihrer Schwangerschaft weiterhin klettern gewesen. 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