{"id":66320,"date":"2022-03-25T15:00:51","date_gmt":"2022-03-25T14:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/gams-tiere-der-berge\/"},"modified":"2025-04-23T12:01:19","modified_gmt":"2025-04-23T10:01:19","slug":"gams-tiere-der-berge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/gams-tiere-der-berge\/","title":{"rendered":"Die G\u00e4mse &#8211; ein wahrer Kletterk\u00fcnstler der Berge"},"content":{"rendered":"\n<p>Klack, klack, klack, einmal mit Vollgas lustig durchs Ger\u00f6llfeld und dann mit zwei drei lockeren Spr\u00fcngen ab durchs verblockte Gel\u00e4nde. Man k\u00f6nnte neidisch werden. Keine Frage, G\u00e4msen sind absolut gel\u00e4ndeg\u00e4ngig, auch schon die Kleinsten unter ihnen. Scheinbar m\u00fchelos meistern sie auch anspruchsvolles Gel\u00e4nde und Felspassagen. Und: Ich k\u00f6nnte mir gut vorstellen, irgendwie macht es den G\u00e4msen manchmal einfach auch Spa\u00df, wie die Bekloppten durchs Gel\u00e4nde zu rennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Faszinierend, also zumindest f\u00fcr mich. Und wisst ihr was? G\u00e4msen sehen cool aus. Ich wei\u00df nicht warum, aber ich finde ich die Tiere sehen oft so aus, als w\u00fcrden sie gerade irgendetwas im Schilde f\u00fchren&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber was f\u00fcr Tiere sind G\u00e4msen eigentlich und wo liegt der Unterschied zur Gams? Wo kann ich in freier Wildbahn vielleicht welche sehen? Und \u00fcberhaupt: Was zeichnet denn diese Viecher generell so aus? Wie so oft, Fragen \u00fcber Fragen. Legen wir also los und schauen, was es so \u00fcber die G\u00e4msen im Allgemeinen und die Gams im Besonderen zu erfahren gibt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-daten-und-fakten-der-steckbrief-der-gamse\">Daten und Fakten &#8211; der Steckbrief der G\u00e4mse<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/chamois-g12ea9c7bd_1920.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/chamois-g12ea9c7bd_1920-300x225.jpg\" alt=\"G\u00e4mse im Hochgebirge\" class=\"wp-image-46388\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Obwohl Gamswild im Hochgebirge beheimatet ist gibt es sie zum Beispiel auch auf der Schw\u00e4bischen Alb.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wie ihr euch sicherlich schon denken k\u00f6nnt, gibt es die eine G\u00e4msenart nicht. Wie oft in der Tier- und Pflanzenwelt bezeichnet der Begriff G\u00e4mse eine ganze Gattung.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e4msen oder in der Jagdsprache auch Gams, in der Mehrzahl Gamswild genannt, kommen <strong>in Europa und Vorderasien<\/strong> vor. Sie besiedeln dabei \u00fcberwiegend Hochgebirge von den Pyren\u00e4en bis zum Kaukasus. Steiles und felsiges Gel\u00e4nde ist das Terrain der G\u00e4msen. Kein Wunder, denn diese Tiere sind wahre Kletterk\u00fcnstler und haben schon so manchen Wanderer und Bergsteiger staunen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein typischer Vertreter der G\u00e4msen ist mit Sicherheit die Alpeng\u00e4mse, die, wie der Namen schon sagt \u00fcberwiegend im Alpenraum vorkommt. Schauen wir uns also diesen Vertreter einmal n\u00e4her an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-alpengamse-rupicapra-rupicapra-rupicapra\"><strong>Alpeng\u00e4mse (Rupicapra rupicapra rupicapra)<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Familie: Horntr\u00e4ger<br>Unterfamilie: Antilopinae<br>Tribus: Ziegenartige<br>Gattung: G\u00e4msen<br>Art: G\u00e4mse<\/p>\n\n\n\n<p>Kopf-Rumpf-L\u00e4nge: 110-130 cm<br>Schulterh\u00f6he: 70-85 cm<br>Gewicht: Weibchen 35-50 kg; M\u00e4nnchen 35-50 kg<br>Besondere Merkmale: Beide Geschlechter tragen bis zu 25 cm lange H\u00f6rner.<\/p>\n\n\n\n<p>Lebensraum: Steilh\u00e4nge, Mittel- und Hochgebirge<br>Hauptaktivit\u00e4t: tags\u00fcber<br>Nahrung: Bl\u00e4tter, Triebe, Knospen, Gr\u00e4ser und Kr\u00e4uter<br>Brunftzeit: November \/ Dezember<br>Tragezeit: 6 Monate<br>Lebenserwartung: 15-20 Jahre<br>Bestand im Alpenraum: ca. 500 000 (Sch\u00e4tzung Stand 2020)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-aussehen-und-merkmale-so-sieht-das-gamswild-aus\">Aussehen und Merkmale &#8211; so sieht das Gamswild aus<\/h2>\n\n\n\n<p>G\u00e4msen sind <strong>ziegenartige Tiere<\/strong> und man sieht ihnen das auch an. Der K\u00f6rperbau ist dabei <strong>kr\u00e4ftig, aber gedrungen<\/strong>. Die Beine sind verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lange und kr\u00e4ftig. G\u00e4msen sind Paarhufer, die gro\u00dfen Hupfe erm\u00f6glichen auch in extremem Gel\u00e4nde eine <strong>gute Trittsicherheit<\/strong>. Die Tiere haben au\u00dferdem einen schlanken Hals und einen kurzen Kopf, der sich zur Schnauze hin stark verschm\u00e4lert.<\/p>\n\n\n\n<p>Egal ob M\u00e4nnchen oder Weibchen, das <strong>Geh\u00f6rn wird ganzj\u00e4hrig getragen<\/strong> und nicht abgeworfen. In der Fachsprache (oder im J\u00e4gerlatein) werden die H\u00f6rner Krickel oder Krucken genannt. Mit durchschnittlich 25 Zentimeter L\u00e4nge sind diese eher kurz. Au\u00dferdem sind sie rund, stehen vergleichsweise aufrecht und sind nur an der Spitze stark nach hinten gekr\u00fcmmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Krucken wachsen \u00fcber die gesamte Lebensdauer einer Gams und bilden dabei \u201eJahresringe\u201c die bei der Altersbestimmung eines Tiers Aufschluss geben k\u00f6nnen. Im Vergleich zum Steinbock sind G\u00e4msen also deutlich zierlicher und auch die H\u00f6rner sind weniger imposant.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/adrien-stachowiak-zYN0KX_DJMk-unsplash.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/adrien-stachowiak-zYN0KX_DJMk-unsplash-300x225.jpg\" alt=\"G\u00e4mse auf steiler Bergwiese im Sommer mit hellem Fell.\" class=\"wp-image-46386\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">G\u00e4mse mit hellem Sommerfell. Der dunkle Aalstrich am R\u00fccken ist hier gut zu sehen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Je nach Jahreszeit wandelt sich das Erscheinungsbild der G\u00e4mse. Im <strong>Winter<\/strong> ist sie mit einem <strong>dunkelbraunen bis fast schwarzen Fell<\/strong> gef\u00e4rbt, das <strong>Sommerfell<\/strong> ist mehrheitlich <strong>rotbraun, am Bauch auch gelblich-braun<\/strong>. Ganzj\u00e4hrig tragen G\u00e4msen jedoch einen sogenannten <strong>Aalstreif<\/strong>. Hierbei handelt es sich um einen dunkel gef\u00e4rbten Fellstreifen, der dem R\u00fcckgrat entlang, vom Hinterkopf bis zum Schwanz einen nahezu schwarzen Strich bildet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kopf der G\u00e4msen ist \u00fcberwiegend hell, von den Ohren bis zu Schnauze verl\u00e4uft jedoch eine dunkle L\u00e4ngsbinde (also ein dunkler Fellstreifen). Diese Gesichtsmaske mit den sogenannten Z\u00fcgeln ist typisch f\u00fcr erwachsene G\u00e4msen und verleiht ihnen ihr besonderes Aussehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-lebensweise-und-verbreitungsgebiet-da-wohnt-die-gams\">Lebensweise und Verbreitungsgebiet \u2013 da wohnt die Gams<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Je steiler, desto geiler!<\/em> ist definitiv das Motto der G\u00e4msen, denn sie bewohnen felsiges Gel\u00e4nde und Steilh\u00e4nge mit <strong>bis zu 60 \u00b0 Neigung<\/strong>. G\u00e4msen trifft man oft in Hochgebirgen in einer <strong>H\u00f6he von 1000-2500 Metern<\/strong> an, sie bewohnen aber beispielsweise auch deutlich tiefer gelegene W\u00e4lder. In Mittelgebirgen, wie den <strong>Vogesen <\/strong>oder im <strong>Schwarzwald<\/strong> und auf der <strong>Schw\u00e4bischen Alb<\/strong> sind sie mitunter bei entsprechendem Gel\u00e4nde bereits ab einer H\u00f6he von ca. 400 Metern anzutreffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Aufenthaltsort der G\u00e4msen richtet sich nach der Jahreszeit.<\/strong> In warmen Sommern sind sie beispielsweise vermehrt an schattigen und somit oft k\u00fchleren Nordh\u00e4ngen zu sehen. Im Winter hingegen zieht es das Gamswild auf die S\u00fcdseiten der Berge, wo die Temperaturen durch die Sonneneinstrahlung h\u00f6her sind. Gerade auch in schneereichen Wintern wagen sich die G\u00e4msen bei der Nahrungssuche in steiles und exponiertes Gel\u00e4nde. Dort bleibt n\u00e4mlich der Schnee oft schlechter liegen und die Schneedecke ist entsprechend d\u00fcnner, wodurch die G\u00e4msen wiederum leichter Nahrung finden. Ein weiterer R\u00fcckzugsort im Winter sind steile Bergw\u00e4lder.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber warum leben die G\u00e4msen eigentlich \u00fcberwiegend im steilen und ausgesetzten Terrain und was macht sie dabei zu den nahezu perfekten Kletterk\u00fcnstlern? Eine Gams hat gleich mehrere <strong>nat\u00fcrliche Feinde<\/strong>. Hierzu z\u00e4hlen der Wolf, der Steinadler aber auch der Luchs und der B\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahl des Lebensraums in Steilh\u00e4ngen und Felspartien stellt dabei eine klare Feindvermeidungsstrategie dar, da weder Luchse noch W\u00f6lfe, noch B\u00e4ren in derart exponiertes Gebiet folgen. Steinadler schlagen in der Regel nur Jungtiere, erwachsene G\u00e4msen sind f\u00fcr ihn zu gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e4msen sind Paarhufer. Das hei\u00dft, dass ihre Hufe aus zwei Teilen bestehen, den sogenannten Schalen. Diese sind einerseits sehr flexibel und k\u00f6nnen sich perfekt an den Untergrund anpassen, andererseits sind die Kanten der Hufe \u00e4u\u00dferst stabil. Im Zusammenspiel mit einer Sohle, die \u00e4hnliche Eigenschaften wie Hartgummi hat, bilden die Hufe so eine perfekte Einheit f\u00fcr die Fortbewegung in anspruchsvollem Terrain.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e4msen m\u00fcssen ihre exzellente Trittsicherheit nicht erst trainieren, sie liegt ihnen sozusagen in den Genen. Bereits kurz nach der Geburt k\u00f6nnen Kitze den Muttertieren folgen und auch stark ausgesetztes Gel\u00e4nde problemlos meistern.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/diane-theresa-hendrick-0PmpP4Vy3_4-unsplash.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/diane-theresa-hendrick-0PmpP4Vy3_4-unsplash-300x225.jpg\" alt=\"Zwei G\u00e4msen im Schnee mit langem, dunklen Winterfell.\" class=\"wp-image-46384\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">G\u00e4msen mit langem, dunklen Winterfell.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Sie sind zwar wahre Kletterk\u00fcnstler, aber wirklich weit herum kommen G\u00e4msen in ihrem Leben nicht. Gerade die Gei\u00dfen gelten als <strong>relativ standorttreu<\/strong> und bewegen sich immer in etwa dem selben Gebiet. Au\u00dferdem leben G\u00e4msen oft in Gruppen zusammen, den sogenannten <strong>Rudeln<\/strong>. Diese bestehen normalerweise aus mehreren Mutter- und Jungtieren oder stellen reine Junggesellengruppen dar. \u00c4ltere B\u00f6cke leben oft als Einzelg\u00e4nger und wandern f\u00fcr die Fortpflanzung mitunter auch weitere Strecken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brunftzeit<\/strong> ist bei den G\u00e4msen \u00fcbrigens im November und Dezember. In dieser Zeit zeigen vor allem die B\u00f6cke ein deutliches Imponiergehabe und versuchen so die Weibchen f\u00fcr sich zu gewinnen und m\u00f6gliche Konkurrenten abzuschrecken. Nach einer <strong>Tragzeit von etwa sechs Monaten<\/strong>, werden die Jungen dann normalerweise im Mai und Juni geboren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-naturschutz-und-jagd-die-gamse-und-der-mensch\">Naturschutz und Jagd &#8211; die G\u00e4mse und der Mensch<\/h2>\n\n\n\n<p>Alpeng\u00e4msen geh\u00f6ren zum jagdbaren Wild und sind im Alpenraum nicht vom Aussterben bedroht. Das Gamswild unterliegt jedoch der <strong>Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH)<\/strong> der EU und darf dementsprechend nur mit Einschr\u00e4nkungen bejagt werden. Konkret: Nur dann, wenn der Erhaltungszustand als g\u00fcnstig eingestuft wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Einstufung wird von den jeweiligen L\u00e4ndern selbst vorgenommen und basiert auf teilweise stark unterschiedlichen Methoden, die nicht ganz unumstritten sind. Generell werden die <strong>Best\u00e4nde der Gams im Alpenraum als stabil eingestuft<\/strong>, zuletzt verzeichnete nur Frankreich einen leichten R\u00fcckgang.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur die Jagd hat Einfluss auf die Population der G\u00e4msen. In manchen Gebieten wird beobachtet, dass sich die Best\u00e4nde aus den hochalpinen Regionen mehrheitlich zur\u00fcckziehen und nun tiefergelegene W\u00e4lder besiedeln. Als Grund hierf\u00fcr wird vor allem der Einfluss des Menschen auf den Lebensraum der G\u00e4msen angef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wilde G\u00e4msen sind scheue Tiere und fl\u00fcchten vor dem Menschen. Gerade im Winter verbrauchen sie dabei sehr viel Energie. Dieser Energiebedarf l\u00e4sst sich aber durch das eingeschr\u00e4nkte Futterangebot oft nur schwer decken. Daher einmal mehr der Aufruf: Wenn ihr euch in den Bergen bewegt, <strong>bleibt auf den Wegen und geplanten Routen<\/strong>. Geht nicht querfeldein, schon gar nicht durch Gebiete, die als Wildschutzgebiet und somit als R\u00fcckzugsort ausgewiesen sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-un-nutzes-gamsenwissen-was-es-sonst-noch-zu-sagen-gibt\">(Un)n\u00fctzes G\u00e4msenwissen &#8211; was es sonst noch zu sagen gibt&#8230;<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">M\u00e4nnlein oder Weiblein?<\/h3>\n\n\n\n<p>Will man in der freien Wildbahn wissen, ob die Gams, die man gerade durchs Fernglas sieht, m\u00e4nnlich oder weiblich ist, gibt es zwei M\u00f6glichkeiten. Entweder man hat einen wirklich guten Feldstecher dabei und kann ganz genau nachschauen (denn rein \u00e4u\u00dferlich sind B\u00f6cke und Gei\u00dfen kaum zu unterscheiden).<\/p>\n\n\n\n<p>Oder man wartet, bis das entsprechende Tier pieselt. Ja, richtig geh\u00f6rt uriniert, Wasser abschl\u00e4gt, die Blumen gie\u00dft &#8230; ihr wisst, was ich meine! Denn w\u00e4hrend sich die Gei\u00dfen dazu hinhocken wie man das beispielsweise von Katzen kennt, strecken sich die B\u00f6cke nach vorne und pinkeln direkt unter sich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Sache mit dem Gamsbart&#8230;<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/gamsbart-g9b2e7f0fb_1920.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/gamsbart-g9b2e7f0fb_1920-300x225.jpg\" alt=\"Gamsbart am Trachtenhut\" class=\"wp-image-46387\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Gamsbart am Trachtenhut besteht traditionell aus den langen R\u00fcckenhaaren eines Gamsbocks.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Den Gamsbart tr\u00e4gt die Gams nicht im Gesicht, es handelt sich dabei also nicht um einen \u201ehandels\u00fcblichen\u201c Bart. Vielmehr sind damit die <strong>R\u00fcckenhaare des Gamsbocks<\/strong> gemeint. Diese wachsen entlang des R\u00fcckgrats und k\u00f6nnen 20 Zentimeter lang werden. In der Brunftzeit nutzen die B\u00f6cke diese Haare um Eindruck zu schinden. Denn durch das Aufstellen des Gamsbarts wirken sie gr\u00f6\u00dfer und somit st\u00e4rker, sch\u00f6ner, attraktiver, man kennt das&#8230; Der Gamsbart, der von Trachtentr\u00e4gern gerne mal am Hut getragen wird, besteht je nach Machart tats\u00e4chlich aus den ebenso genannten R\u00fcckenhaaren des Gamsbocks.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Chamois = \u201egamsfarben\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Habt ihr euch einmal \u00fcber eure neue Inneneinrichtung oder einen Anstrich Gedanken gemacht und seid dabei auf den Farbton \u201eChamois\u201c gesto\u00dfen. Tja, dann ist eure neue Couch oder die Schlafzimmerwand jetzt vielleicht \u201egamsfarben\u201c. Der gelbliche Farbton bezieht sich n\u00e4mlich auf die Farbe von hellem S\u00e4mischleder, das unter anderen aus Gamsleder gegerbt wird. Und da die Gams im Franz\u00f6sischen eben \u201eChamois\u201c hei\u00dft, hei\u00dft auch der Farbton so. Wieder was gelernt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klack, klack, klack, einmal mit Vollgas lustig durchs Ger\u00f6llfeld und dann mit zwei drei lockeren Spr\u00fcngen ab durchs verblockte Gel\u00e4nde. Man k\u00f6nnte neidisch werden. Keine Frage, G\u00e4msen sind absolut gel\u00e4ndeg\u00e4ngig, auch schon die Kleinsten unter ihnen. Scheinbar m\u00fchelos meistern sie auch anspruchsvolles Gel\u00e4nde und Felspassagen. 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