{"id":65903,"date":"2022-05-20T06:00:00","date_gmt":"2022-05-20T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/weltbienentag-wissenswertes\/"},"modified":"2022-05-20T06:00:00","modified_gmt":"2022-05-20T05:00:00","slug":"weltbienentag-wissenswertes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/weltbienentag-wissenswertes\/","title":{"rendered":"Wissenswertes rund um die Biene &#8211; ein Beitrag anl\u00e4sslich des Weltbienentags"},"content":{"rendered":"\n<p>Jedes Jahr <strong>am 20. Mai wird der Weltbienentag gefeiert<\/strong>. Dieser ist seit 2017 fest im Kalender der Welttage der Vereinten Nationen verankert und geht auf die Initiative des slowenischen Imkerverbands zur\u00fcck. Der Weltbienentag hat das Ziel die Bev\u00f6lkerung auf die Bedeutung von Bienen aufmerksam zu machen und auf den R\u00fcckgang der Populationen sowie den damit verbundenen notwendigen Schutz der Bienen hinzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben uns daher \u00fcberlegt, anl\u00e4sslich des diesj\u00e4hrigen Weltbienentags, uns die Welt der Bienen einmal n\u00e4heDie Sozialstruktur und Lebensweise, sowie die <strong>allgemeine Bedeutung von (Honig-)Bienen f\u00fcr das \u00d6kosystem ist \u00e4u\u00dferst komplex<\/strong>. Wir m\u00fcssen uns daher an dieser Stelle darauf verst\u00e4ndigen, dass dieser Beitrag nur einer groben Betrachtung dienen kann.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-pixabay-164470.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-pixabay-164470.jpg\" alt=\"Honigbienen sammeln Nektar aus Lavendelbl\u00fcten\" class=\"wp-image-48514\" width=\"834\" height=\"626\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-pixabay-164470.jpg 800w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-pixabay-164470-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-pixabay-164470-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 834px) 100vw, 834px\" \/><\/a><figcaption>Bienen sind eins der wichtigsten Nutztiere der Menschen &#8211; Honig ist dabei nur der kleinste Teil des Nutzens.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber schauen wir uns doch einfach einmal an, welche Bienen es so gibt und was diese wiederum machen und k\u00f6nnen. Weltweit gibt es <strong>rund 20.250 verschiedene Bienenarten<\/strong>, rund 700 davon leben in Europa, ca. 550 sind auch in Deutschland heimisch. Spricht man von Bienen, meint man in unseren Breiten gemeinhin Honigbienen, genauer die Westliche Honigbiene. Das ist n\u00e4mlich genau die Biene, die in der Regel f\u00fcr den Honig verantwortlich ist, Staaten bildet und uns auch gerne des \u00d6fteren im Garten begegnet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fakten-uber-honigbienen\">Fakten \u00fcber Honigbienen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Westliche Honigbiene, Europ\u00e4ische Honigbiene (Apis mellifera)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Klasse: Insekten (Insecta)<br>Ordnung: Hautfl\u00fcgler (Hymenoptera)<br>Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)<br>Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)<br>\u00dcberfamilie: Apoidea<br>Familie: Echte Bienen (Apidae)<br>Unterfamilie: Apinae<br>Gattung: Honigbienen (Apis)<br>Art: Westliche Honigbiene<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6rperl\u00e4nge: K\u00f6nigin 15-18 mm, Drohnen 13-16 mm, Arbeiterinnen 11-13 mm<br>Durchschnittsgewicht: K\u00f6nigin 250-300 mg, Arbeiterinnen 82 mg<br>F\u00e4rbung: Grundf\u00e4rbung braun, aber auch gelblich oder orange. Am Hinterleib hell-dunkle Streifenf\u00e4rbung<br>Besondere Merkmale: Nur die weiblichen Tiere besitzen einen Giftstachel.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbreitungsgebiet: urspr\u00fcnglich Europa, Afrika, Vorderasien; heute nahezu weltweit<br>Lebensweise: Bildet Staaten, gilt als eines der wichtigsten Nutztiere der Landwirtschaft<br>Lebensdauer: K\u00f6nigin 3-4 Jahre, Drohne 1-3 Monate, Arbeiterin 4-7 Monate (Winter) \/ 2-6 Wochen (Sommer)<\/p>\n\n\n\n<p>In der Regel werden <strong>Honigbienen als Nutztiere<\/strong> gehalten und leben in einem Bienenstock, der sogenannten Beute. Sie bilden <strong>Staaten die ca. 50.000 &#8211; 60.000 Tiere umfassen<\/strong>. Die meiste Zeit des Jahres bestehen Bienenv\u00f6lker nur aus weiblichen Tieren, also aus einer Bienenk\u00f6nigin, die f\u00fcr das Eierlegen zust\u00e4ndig ist und unz\u00e4hligen Arbeiterinnen, die die unterschiedlichsten Aufgaben \u00fcbernehmen. Im Fr\u00fchsommer werden dar\u00fcber hinaus auch m\u00e4nnliche Tiere, die Drohnen aufgezogen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-bienenkonigin\">Die Bienenk\u00f6nigin<\/h2>\n\n\n\n<p id=\"h-auch-stockmutter-oder-weisel\"><strong>(auch Stockmutter oder Weisel)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-laurel-gougler-4588947.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-laurel-gougler-4588947.jpg\" alt=\"Bienenk\u00f6nigin inmitten ihrer Arbeiterinnen\" class=\"wp-image-48502\" width=\"842\" height=\"632\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-laurel-gougler-4588947.jpg 800w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-laurel-gougler-4588947-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-laurel-gougler-4588947-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 842px) 100vw, 842px\" \/><\/a><figcaption>In der Mitte des Bildes, umringt von Arbeiterbienen sieht man die K\u00f6nigin.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Pro Staat gibt es eine K\u00f6nigin<\/strong>, die in erster Linie f\u00fcr das Legen der Eier zust\u00e4ndig ist und als Pheromonquelle f\u00fcr den Bienenstaat dient. Die Bienenk\u00f6nigin ist als einziges weibliches Tier im Bienenstaat geschlechtsreif. Bienenk\u00f6niginnen entstehen dabei nicht zuf\u00e4llig, sondern vielmehr durch einen Prozess, der von den Arbeiterinnen gezielt eingeleitet wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Hierzu wird ein befruchtetes Ei bzw. die Larve in einer senkrechten Weiselzelle (Nachschaffungs- oder Schwarmzelle) herangezogen. Au\u00dferdem wird die Larve dauerhaft von Ammenbienen mit Gel\u00e9e Royal (einem \u00fcber die Kopfdr\u00fcsen erzeugten Futtersaft) versorgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ca. 16 Tagen sind K\u00f6niginnen voll entwickelt und schw\u00e4rmen ab einem Alter von ca. einer Woche mit 12-15 Drohnen zu den sogenannten Hochzeitsfl\u00fcgen aus. Dabei paart sich die K\u00f6nigin mit mehreren Drohnen unterschiedlicher V\u00f6lker. Hierbei nimmt sie den <strong>Samen der m\u00e4nnlichen Bienen als Vorrat<\/strong> in ihrer Samenblase auf. Dieser Vorrat <strong>reicht normalerweise f\u00fcr ca. vier Jahre<\/strong> und somit f\u00fcr die Lebenszeit einer K\u00f6nigin. <\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren Verlauf ihres Lebens legt die Bienenk\u00f6nigin rund 2<strong>000 Eier pro Tag<\/strong> und reguliert den Pheromongehalt des Bienenstocks durch die Absonderung der sogenannten <strong>K\u00f6niginnensubstanz<\/strong>. Schw\u00e4cht sich der Pheromongehalt ab oder bleibt er ganz aus, ist das ein Zeichen f\u00fcr die Arbeiterinnen, dass die K\u00f6nigin verstorben ist und veranlasst sie eine neue K\u00f6nigin nachzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-drohnen\">Die Drohnen<\/h2>\n\n\n\n<p id=\"h-mannliche-bienen\"><strong>(m\u00e4nnliche Bienen)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4nnliche Bienen werden Drohne oder in der Fachsprache auch Drohn genannt. Drohnen schl\u00fcpfen im Fr\u00fchsommer <strong>aus den unbefruchteten Eiern der Bienenk\u00f6nigin<\/strong>. Drohnen haben dabei nur einen Lebenszeck, n\u00e4mlich die ausschw\u00e4rmende Jungk\u00f6nigin auf ihrem Hochzeitsflug zu begatten. Haben die Drohnen ihren Samenvorrat an die Bienenk\u00f6nigin abgegeben, ist ihr Lebensziel erreicht und sie sterben. <\/p>\n\n\n\n<p>Drohnen sind \u00fcbrigens <strong>deutlich gr\u00f6\u00dfer als die Arbeiterinnen<\/strong>, man erkennt sie au\u00dferdem an den stark vergr\u00f6\u00dferten Facettenaugen. Auch fehlt ihnen ein Stachel und eine Giftblase, Drohnen k\u00f6nnen daher nicht zustechen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-arbeiterbienen\">Die Arbeiterbienen<\/h2>\n\n\n\n<p id=\"h-weibliche-bienen\"><strong>(weibliche Bienen)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Bienen in einem Bienenstock und <strong>nahezu alle Tiere<\/strong> au\u00dferhalb es Bienenstocks sind Arbeiterbienen. Diese \u00fcbernehmen je nach Alter unterschiedliche Aufgaben. Dabei beginnt eine Arbeiterin direkt nach ihrem Schlupf als <strong>Putzbiene<\/strong>, k\u00fcmmert sich danach um die <strong>Brut und die Versorgung der K\u00f6nigin<\/strong>, wird sp\u00e4ter erst f\u00fcr den <strong>Bau der Wabenzellen<\/strong> und danach zur <strong>Bewachung des Einfluglochs<\/strong> am Bienenstock eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst im letzten Lebensabschnitt verlassen die Arbeiterinnen den Stock um <strong>Pollen und Nektar zu sammeln<\/strong>. Hierbei nutzt sie ihren Saugr\u00fcssel um den Nektar aus den Bl\u00fcten zu entnehmen. Der Nektar wird in der Honigblase gespeichert. Eine Biene muss etwa <strong>200 Bl\u00fcten anfliegen<\/strong> um ihre Honigblase zu f\u00fcllen. Ist dies geschehen, wird der Nektar im Stock an eine Stockbiene von R\u00fcssel zu R\u00fcssel weitergegeben. <\/p>\n\n\n\n<p>Dies geschieht innerhalb des Bienenstocks mehrfach und dient dazu den <strong>Nektar mit Enzymen, Aminos\u00e4uren und Eiwei\u00dfen zu versetzen <\/strong>und haltbar zu machen. Daraufhin dicken die Tiere den Nektar ein und <strong>lagern ihn dann in Wabenzellen<\/strong>, wo weiteres Wasser verdunstet. Auch f\u00e4cheln die Bienen den Waben Luft zu um den Prozess zu beschleunigen. Ist der Honig in den Wabenzellen fertig gereift, lagern ihn die Bienen in bestimmten Lagerzellen oberhalb des Brutnests ein und verschlie\u00dfen ihn mit einer luftdichten Wachsschicht (Verdeckelung).<\/p>\n\n\n\n<p>Bienen nutzen <strong>Nektar vor allem um die Brut zu ern\u00e4hren, Honig dient ihnen als Wintervorrat<\/strong>. Abgesehen davon sammeln Arbeiterbienen auch Pollen, die sie an ihren Hinterbeinen in den sogenannten K\u00f6rbchen transportieren. Auf ihrer Suche nach Nektar und Pollen fliegen die Bienen unz\u00e4hlige Bl\u00fcten an und verteilen dabei auch einen kleinen Teil der Pollen, wodurch es zur Best\u00e4ubung der jeweiligen Pflanze kommen kann. Den Gro\u00dfteil der gesammelten Pollen nimmt die Biene jedoch mit in den Bienenstock, wo er als Nahrung f\u00fcr die Brut und die Bienen im Bienenstock dient.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fakten-uber-wildbienen\">Fakten \u00fcber Wildbienen<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Begriff Wildbiene bezeichnet mit Ausnahme der als Nutztiere gehaltenen Honigbienen alle Arten aus der \u00dcberfamilie der Apoidea. Vereinfach l\u00e4sst sich daher sagen, dass alle <strong>Bienen, die nicht Teil der Imkerei sind<\/strong>, unter dem Sammelbegriff \u201eWildbiene\u201c zusammengefasst werden. <\/p>\n\n\n\n<p>20.000 unterschiedliche Arten gibt es davon weltweit, davon leben alleine in Deutschland rund 550 verschiedene Arten. Diese unterscheiden sich dabei in ihrer Lebensweise sowie der Anforderung an Nahrungspflanzen und Nistpl\u00e4tze stark. Schaut man sich einmal die Lebensweise der Wildbienen n\u00e4her an, kann man sie in <strong>drei Gruppen<\/strong> unterteilen. Hierzu m\u00f6chte ich euch jeweils einen bekannten oder besonderen Vertreter vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-soziale-lebensweise\">Soziale Lebensweise<\/h3>\n\n\n\n<p>Bienen, die eine <strong>soziale Lebensweise<\/strong> pflegen sind beispielsweise <strong>Hummeln und Furchenbienen<\/strong> und au\u00dferhalb der Gruppe der Wildbienen auch Honigbienen. Typisch f\u00fcr Bienen mit sozialer Lebensweise ist es, dass sie Staaten bilden und zusammen in einem Nest leben. Sie betreiben Brutpflege, f\u00fcttern und versorgen den Nachwuchs gemeinschaftlich. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Regel besteht ein Staat dabei aus einer K\u00f6nigin, die auch f\u00fcr dessen Gr\u00fcndung, den anf\u00e4nglichen Nestbau und die erste Brutpflege zust\u00e4ndig ist. Sind nach und nach Arbeiterinnen geschl\u00fcpft, \u00fcbernehmen sie alle Arbeiten au\u00dfer dem Eierlegen. Das jeweilige Sozialverhalten kann dabei aber von Art zu Art unterschiedlich sein. Oft bestehen Staaten dieser Art nur ein Jahr und werden nach der \u00dcberwinterung der K\u00f6nigin im Fr\u00fchjahr erneut gegr\u00fcndet. <\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland sind beispielsweise Hummeln typische Vertreter dieser Gruppe. In Deutschland leben <strong>36 unterschiedliche Hummelarten<\/strong>, die <strong>teilweise stark bedroht<\/strong> sind. Die Dunkle Erdhummel ist dabei der gr\u00f6\u00dfte und am st\u00e4rksten verbreitete Vertreter und gleichzeitig auch unser Repr\u00e4sentant f\u00fcr Bienen mit sozialer Lebensweise.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberfamilie: Apoidea<br>ohne Rang: Bienen (Apiformes)<br>Familie: Echte Bienen (Apidae)<br>Unterfamilie: Apinae<br>Gattung: Hummeln<\/p>\n\n\n\n<p>Lebensweise: bildet Staaten<br>Volkgr\u00f6\u00dfe: bis zu 600 Tieren<br>Nest: \u00fcberwiegend unterirdisch in bis zu 1,5 Metern tiefe, oft in Maus- und Maulwurfsg\u00e4ngen. Seltener in Mauerl\u00fccken oder im Holz, aber auch in Hummelk\u00e4sten.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6rperl\u00e4nge: K\u00f6nigin 20-23 mm, Drohnen 14-16 mm, 11-17 mm Arbeiterinnen<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-michael-hodgins-553251.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-michael-hodgins-553251.jpg\" alt=\"Hummeln auf einer Bl\u00fcte\" class=\"wp-image-48506\" width=\"855\" height=\"641\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-michael-hodgins-553251.jpg 800w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-michael-hodgins-553251-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/pexels-michael-hodgins-553251-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 855px) 100vw, 855px\" \/><\/a><figcaption>Hummeln beim Nektarsammeln und Bl\u00fcten best\u00e4uben.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Hummeln sehen eigentlich aus wie <strong>sehr flauschige und zu fette Bienen<\/strong>. Die F\u00e4rbung der Dunklen Erdhummel ist \u00fcberwiegend schwarz und wird von zwei schm\u00e4leren gelben Querbinden unterbrochen. Die Spitze des Hinterleibs ist wei\u00df. <\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Fr\u00fchjahr (Februar\/M\u00e4rz) kann man Jungk\u00f6niginnen beobachten, die auf der Suche nach einem geeigneten Standort f\u00fcr den Bau eines Nests sind. Die Dunkle Erdhummel z\u00e4hlt damit zu den Bienenarten, die in unseren Breiten am fr\u00fchesten beobachtet werden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Dunklen Erdhummeln sind dabei in ganz <strong>Europa, Nordafrika und in Kleinasien<\/strong> heimisch und besiedeln dort W\u00e4lder, grasige H\u00e4nge, Felder und G\u00e4rten in den unterschiedlichsten H\u00f6hen. Seit Mitte der 1980er Jahre werden sie aber auch beim kommerziellen Anbau von Obst und Gem\u00fcse zum Best\u00e4uben der Pflanzen eingesetzt. Dies geschieht vor allem beim Treibhausanbau von Tomaten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-solitar-lebend\">Solit\u00e4r lebend<\/h3>\n\n\n\n<p>Entgegen der Bienen mit sozialer Lebensweise bilden solit\u00e4r lebende Bienen <strong>keine Staaten<\/strong> und betreiben auch keine Brutpflege. Schaut man sich den Lebenszyklus der solit\u00e4r lebenden Wildbienen einmal n\u00e4her an, beginnt dieser als Ei. Bereits wenige Tage nach Eiablage schl\u00fcpft eine Larve, die sich in einer Brutzelle, isoliert von den anderen Larven und der Au\u00dfenwelt entwickelt. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Wachstumsphase ern\u00e4hrt sich die Larve von den durch die Mutter angelegten Vorr\u00e4ten. Sind diese aufgebraucht und ist die Larve gro\u00df genug, h\u00fcllt sie sich in einen Kokon ein und <strong>\u00fcberdauert in einem passiven Zustand den Winter<\/strong>. Bei steigenden Temperaturen im Fr\u00fchjahr beginnt sie sich zu verpuppen und schl\u00fcpft schlie\u00dflich nach einem Zeitraum von ca. zwei bis drei Wochen als vollst\u00e4ndig entwickelte Biene. <\/p>\n\n\n\n<p>War das Ei befruchtet, ist die geschl\u00fcpfte Biene weiblich, war es unbefruchtet, ist die Biene m\u00e4nnlich. Die Weibchen solit\u00e4r lebender Bienen verbringen nahezu ihr gesamtes Leben damit ein Nest anzulegen und dieses mit Vorr\u00e4ten und Eiern zu f\u00fcllen. Sind alle Eier gelegt, Sterben die Bienen und der Zyklus beginnt von vorne. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4u\u00dferst interessante Vertreter dieser Gruppe sind \u00fcbrigens Holzbienen. Die <strong>Blaue Holzbiene ist die gr\u00f6\u00dfte in Deutschland heimische Wildbienenart<\/strong>, und somit gleichzeitig auch unser Repr\u00e4sentant.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberfamilie: Apoidea<br>ohne Rang: Bienen (Apiformes)<br>Familie: Echte Bienen (Apidae)<br>Gattung: Holzbienen<\/p>\n\n\n\n<p>Lebensweise: solit\u00e4r lebend<br>Vorkommen: S\u00fcd- und Mitteleuropa<br>Nest: kleine H\u00f6hlen in morschem Holz<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6rperl\u00e4nge: bis zu 28 mm<\/p>\n\n\n\n<p>Die Holzbiene baut ihre <strong>Nester oft in morschem Holz<\/strong>. Die H\u00f6hlen, dies sie hierzu ben\u00f6tigt nagt sie dabei selbst, daher auch der deutsche Name Holzbiene. Dabei k\u00f6nnen die G\u00e4nge dieser Behausungen bis zu 30 Zentimeter lang werden. In diesen G\u00e4ngen werden dann die Nistzellen und ein Pollenvorrat f\u00fcr die Brut angelegt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Blaue Holzbiene ist mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge von bis zu 28 mm <strong>auff\u00e4llig gro\u00df<\/strong> und l\u00e4sst sich nicht zuletzt aufgrund ihrer schwarzen Behaarung und der blau schimmernden Fl\u00fcgel leicht von anderen Arten unterscheiden. Holzbienen gehen bei der Suche nach Nektar \u00e4hnlich wie andere Bienenarten vor. Mit ihrem langen Saugr\u00fcssel versuchen sie ihn vom Boden der Bl\u00fcten aufzunehmen. Gelingt diese jedoch aufgrund der Beschaffenheit der Bl\u00fcte nicht, nagen sich Holzbienen auch durch die Bl\u00fctenwand um an die Nahrung zu gelangen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-parasitare-lebensweise\">Parasit\u00e4re Lebensweise<\/h3>\n\n\n\n<p>Parasitisch Lebende Wildbienen, auch <strong>Kuckucksbienen <\/strong>genannt, bauen keine eigenen Nester, sondern nutzen andere Bienenarten als Wirt. Dabei befallen unterschiedliche Bienenarten entweder Solit\u00e4r lebende Bienen oder Staaten bildende Bienenarten. Werden die Nester solit\u00e4r lebender Bienenarten benutzt, legen die Kuckucksbienen ihre Eier zu den urspr\u00fcnglich gelegten Eiern dazu. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Larvenstadium t\u00f6ten die Parasiten dann die eigentliche Brut ab und ern\u00e4hren sich von den im Nest vorhandenen Vorr\u00e4ten. Werden Bienenstaaten befallen, legen die parasit\u00e4ren Bienen ihre Eier in eigens daf\u00fcr gebaute Brutzellen, die \u00fcber den urspr\u00fcnglichen Waben angebracht werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Arbeiterinnen erkennen die Eindringlinge nicht<\/strong> und ziehen somit die fremde Brut gro\u00df. Diese Vorgehensweise kann in Deutschland haupts\u00e4chlich bei Hummelarten wie der <strong>Felsen-Kuckuckshummel<\/strong> oder der <strong>Wald-Kuckuckshummel<\/strong> beobachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-biene-und-mensch\">Biene und Mensch<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt belegen die <strong>Honigbienen nach Schweinen und Rindern<\/strong> Platz 3 der wichtigsten Nutztiere des Menschen. Wer jetzt aber den pers\u00f6nlichen Speisenzettel im Kopf durchgeht, wird wahrscheinlich schnell feststellen, dass wir (Mischkost vorausgesetzt) in aller Regel deutlich mehr Wurst und Fleisch, als Honig essen. Wie also kann das sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Bienen sind ja <strong>nicht nur unsere Honigproduzenten<\/strong>, sondern tragen auch einen wesentlichen Teil zur <strong>Best\u00e4ubung von Pflanzen<\/strong> bei. Ob Honig- oder Wildbienen, bei ihrem Flug von Bl\u00fcte zu Bl\u00fcte tragen Bienen die Pollen weiter und best\u00e4uben somit die unterschiedlichsten Pflanzen vom Apfelbaum bis hin zum Raps oder G\u00e4nsebl\u00fcmchen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/IMG_20210629_141014.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/IMG_20210629_141014.jpg\" alt=\"Einer der vier Bienenst\u00f6cke der Bergfreunde am Logistikzentrum in Ergenzingen\" class=\"wp-image-48510\" width=\"831\" height=\"623\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/IMG_20210629_141014.jpg 800w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/IMG_20210629_141014-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/IMG_20210629_141014-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 831px) 100vw, 831px\" \/><\/a><figcaption>Schon 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung wurden Bienen als Nutztiere gehalten. Hier ein aktuelleres Beispiel: Unser Bergfreunde-Boulder-Bienenstock.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>G\u00e4be es keine Bienen, w\u00fcrden viel Pflanzen nicht befruchtet werden, der Ertrag an Fr\u00fcchten w\u00e4re deutlich geringer oder eine <strong>Ernte w\u00fcrde sogar ganz ausbleiben<\/strong>. Selbstverst\u00e4ndlich sind nicht alle Pflanzen auf eine entsprechende Best\u00e4ubung angewiesen, aber gerade Obstb\u00e4ume und typische Gartenpflanzen wie Tomaten, K\u00fcrbisse oder Erdbeeren sind von einer Best\u00e4ubung durch Insekten gr\u00f6\u00dftenteils abh\u00e4ngig. Insgesamt geht man diesbez\u00fcglich von rund 800 heimischen Pflanzenarten aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-bedrohungen-fur-die-bienen\">Bedrohungen f\u00fcr die Bienen<\/h3>\n\n\n\n<p>Honigbienen sind, wie zahlreiche Wildbienenarten auch, <strong>in ihrem Bestand bedroht<\/strong>. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind teilweise stark unterschiedlich. Imker versuchen seit Jahren dem hohen Bienensterben auf den Grund zu kommen und entsprechende Gegenma\u00dfnahmen zu ergreifen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Problem ist dabei auf jeden Fall die <strong>Varoamilbe<\/strong>, die in den 1970er Jahren nach Europa eingeschleppt wurde und ganze Bienenv\u00f6lker befallen kann. Diese Milbenart ern\u00e4hrt sich (\u00e4hnlich wie Zecken) vom Blut der Bienen und kann \u00fcber die entstehenden Wunden Krankheiten \u00fcbertragen, die schlie\u00dflich zum Verenden der Bienen f\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Problem ist au\u00dferdem ein <strong>beschr\u00e4nktes Nahrungsangebot<\/strong>. Durch immer mehr <strong>Monokulturen und den R\u00fcckgang der Artenvielfalt<\/strong> finden gerade spezialisierte Wildbienenarten immer weniger Nahrung, was wiederum zu einem R\u00fcckgang des Bestands f\u00fchrt. Monokulturen sind hingegen auch f\u00fcr Bienen ein Problem, die auf ein breites Spektrum an Pflanzen setzen. Denn wenn alle verf\u00fcgbaren Nahrungspflanzen zur gleichen Zeit bl\u00fchen, folgen auf eine kurze Zeit des \u00dcberangebots meist lange Hungerphasen f\u00fcr die Bienen. <\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus machen den Bienen auch Faktoren wie der <strong>Einsatz von Pestiziden und Luftverschmutzung<\/strong> zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-bienenschutz\">Bienenschutz<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Die gute Nachricht:<\/strong> Wir alle k\u00f6nnen was f\u00fcr Bienen tun. Wer beispielsweise einen Garten oder einen Balkon hat, sollte bei der Wahl seiner Pflanzen darauf achten, dass diese Bienenfreundlich sind also <strong>keine geschlossenen Bl\u00fcten<\/strong> haben, sondern den Bienen als Nahrungsquelle dienen k\u00f6nnen. Wenn es dann auch noch rund ums Jahr immer wieder in den verschiedensten Ecken bl\u00fcht, ist eigentlich schon recht viel f\u00fcr die Bienen getan. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch <strong>verwilderte Ecken, Erdh\u00fcgel, Sandhaufen und Totholz im Garten<\/strong> kommen Wildbienen zu gute. Au\u00dferdem kann man Nisthilfen f\u00fcr Wildbienen entweder im Handel kaufen oder ganz einfach aus ein paar Naturmaterialien selbst bauen. Diese sogenannten Bienenhotels bringt man denn an einem geeigneten Ort an und bietet somit Wildbienen eine Nistm\u00f6glichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der Landwirtschaft gibt es vermehrt Ideen, die zum Artenschutz bzw. zu Biodiversit\u00e4t beitragen. Hierzu z\u00e4hlen beispielsweise <strong>Bl\u00fchstreifen am Rand der Felder<\/strong>, aber auch ein <strong>angepasstes D\u00fcngeverhalten<\/strong> kann den Bienen helfen. Dar\u00fcber hinaus gibt es zahlreiche Vereine und Vereinigungen, die sich daf\u00fcr einsetzen, die Bedeutung der Bienen der Bev\u00f6lkerung n\u00e4herzubringen und versuchen die Artenvielfalt zu erhalten und zu steigern. <\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen davon sind <strong>Wildbienen per Gesetz gesch\u00fctzt<\/strong>. Demnach ist es verboten Bienen zu verletzen oder zu t\u00f6ten, Gleiches gilt f\u00fcr die Besch\u00e4digung oder Zerst\u00f6rung ihrer Brut und Zufluchtsst\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>In eigener Sache<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auch uns Bergfreunden ist der Schutz unserer Umwelt wichtig. Wie langweilig w\u00e4re denn die Natur ohne Diversit\u00e4t? Und weil Bienen, wie wir sehen einen so riesigen Beitrag dazu leisten und auf dem Gel\u00e4nde unseres Logistikzentrums ohnehin noch ein bisschen Platz ist, haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, zusammen mit dem Verein <a href=\"https:\/\/www.stadtbienen.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stadtbienen e.V.<\/a> <strong>vier Bergfreunde-Bienenv\u00f6lker<\/strong> anzusiedeln.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/U5A8117.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/U5A8117.jpg\" alt=\"Gr\u00fcnstreifen f\u00fcr die Bienen am Logistikzentrum der Bergfreunde\" class=\"wp-image-48493\" width=\"843\" height=\"632\" srcset=\"https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/U5A8117.jpg 800w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/U5A8117-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.berg-freunde.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/U5A8117-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 843px) 100vw, 843px\" \/><\/a><figcaption>Gr\u00fcnstreifen f\u00fcr Bienen am Logistikzentrum der Bergfreunde<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Vorteil: Neben dem angelegten Bl\u00fchstreifen liegen <strong>in direkter Umgebung Rapsfelder und Obstbaumwiesen<\/strong> &#8211; ein richtiges Bienenparadies also. Die vier angesiedelten Bienenv\u00f6lker entwickeln sich dementsprechend hervorragend. Alle sind dank ausreichender Futtervorr\u00e4te gut durch den Winter gekommen und stehen jetzt kurz vor der Schwarmzeit. Die alte K\u00f6nigin verl\u00e4sst mit der H\u00e4lfte des Hofstaats den Stock und sucht sich ein neues Zuhause. Der alte Stock besteht mit einer neuen K\u00f6nigin fort. <\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt beginnt also eigentlich <strong>die spannendste Zeit<\/strong> f\u00fcr Imker, Bienenliebhaber und nat\u00fcrlich die Bienen selbst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-alles-in-allem\">Alles in allem&#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p>&#8230; sind <strong>Bienen f\u00fcr das \u00d6kosystem \u00e4u\u00dferst wichtig<\/strong> und das nicht nur als Honigproduzenten. <\/p>\n\n\n\n<p>Da wir aber gerade davon sprechen: Mein liebster Honig ist <strong>L\u00f6wenzahnhonig<\/strong>. Den stellt ein Landwirt und Nebenerwerbsimker (bzw. seine Bienen) hier bei uns im Dorf her und das ist echt was Feines. Welches ist denn euer liebster Honig? Vielleicht <strong>Tannenhonig<\/strong>? Oder <strong>Rapshonig<\/strong>? Vielleicht was komplett Exotisches oder super Langweiliges? Lasst es mich doch einfach mal wissen und schreibt einen Kommentar.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis dahin habe ich hier noch ein paar Kuriosit\u00e4ten und Mythen rund um Bienen und Honig f\u00fcr euch zusammengetragen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Eine Honigbiene (Arbeiterin) <strong>lebt im Sommer rund f\u00fcnf Wochen<\/strong> und stellt dabei etwa einen L\u00f6ffel Honig her. Sie entfernt sich beim Sammeln von Pollen und Nektar au\u00dferdem bis zu 10 km von ihrem Bienenstock.<\/li><li><strong>Nach den Gesetzen der Aerodynamik k\u00f6nnen Hummeln nicht fliegen.<\/strong> Da die Hummel aber die Gesetze der Aerodynamik nicht kennt, fliegt sie trotzdem. Das ist nat\u00fcrlich gro\u00dfer Quatsch und geht auf die nicht ganz korrekt ausgef\u00fchrte und in Bierlaune entstandene Berechnung eines Aerodynamikers in den 1930er Jahren zur\u00fcck. Die Geschichte kursierte Anfangs lediglich als Scherz unter Studenten der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen, wurde dann aber von der Presse weiterverbreitet. Seither h\u00e4lt sich dieses Ger\u00fccht standhaft.<\/li><li>Kaltgeschleuderter und wabenechter Honig ist der Beste \u00fcberhaupt. Naja, und die Kleidung des Imkers ist wei\u00dfer als wei\u00df und als Brotzeit hat er was S\u00fc\u00dfes mit einer extra Portion Milch dabei. Die Bezeichnungen <strong>\u201ekaltgeschleudert\u201c und \u201ewabenecht\u201c sind reine Marketingbegriffe<\/strong> und au\u00dferdem laut der Honigverordnung verboten.<\/li><li>So eine Sauerei, jetzt ist mir schon wieder der Honig verdorben. Der ist komplett kristallisiert. Naja, da hilft leider nur wegwerfen. Erstens: <strong>Honig verdirbt nicht<\/strong>, zumindest nicht, wenn es sich um reinen Hong handelt und er richtig gelagert wurde. Zweitens: <strong>Kristallisierten Honig kann man problemlos essen<\/strong>. Drittens: Wer das nicht mag, stellt das Glas Honig einfach l\u00e4ngere Zeit in die Sonne oder in den nicht zu warmen Backofen oder ins Wasserbad und schon ist der Honig wieder angenehm fl\u00fcssig.<\/li><li>Bienen haben Stinkef\u00fc\u00dfe. Klingt nach ganz gro\u00dfem Bl\u00f6dsinn, ist aber wirklich so. Neben einem Tanz, mit dem Bienen ihren Artgenossen den Weg zur Nahrungsquelle weisen, kommunizieren sie auch \u00fcber einen Duftstoff, der an den F\u00fc\u00dfen ausgeschieden wird. Dieser markiert die einzelnen Bl\u00fcten als \u201ebereits abgesammelt \/ ausgesaugt\u201c.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes Jahr am 20. Mai wird der Weltbienentag gefeiert. 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